Teil eines Werkes 
3 (1824)
Entstehung
Seite
491
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Tiefe umgräbt, dann eine Zeit lang ruhen läßt, und mittlerweile mit altem wohlverfaultem Miſie recht ſtark dünget, dann im Spätherbſte ,/ etwa Ende No- vembers, abermahls, jedoch nur zu geringer Liefe, bloß um den Miſt unterzubringen, umgräbt, und die Krume mittelſt der gewöhnlichen Gartenharke möglichſt zerfrümelt und ebnet, wornach es bis zur Ausſaat ruhig liegen bleibet.

Müßte das Verſeßen der Kohlpflanzen bey an- haltender Durre, und auf vollig tro&nem Boden vor- genommen werden, und könnte man zu dieſer Arbeit -= wie man eigentlich wohl ſollte= einen Regen durchaus nicht abwarten, ſo iſt kein anderes Mittel übrig, die Pflanzen vor dem Verwelken und Ausdor»- ren zu verwahren, als dieſelben anzugießen, wozu eine mit derley Waſſer bewirkte Auflöſung von Hüh»- ner» oder Taubeymiſt ganz vortreffliche Dienſte leiſtet. -- Übrigens können beym Verſeten dieſer Pflanzen auc noch alle jene Fingerzeige benußt werden, die oben bey den Runkeln, und vorzüglich im erſten Theile dieſes Werkes, wo von dem Verſetßen der Pflanzen im Allgemeinen gehandelt wurde, bereits gegeben worden.

Haben die Pflanzen nur einmal gehörig Wurzel geſchlagen, und ſind ſie gegen das Ausdorren gebor- gen, ſo iſt weiter nichts mehr bey ihnen zu thun, als daß man ſie während ihres Wachsthums zwey- bis dreymal, je nach den individuellen Wirthſchaſtsver- hältniſſen, mittelſt Hand» oder Zugkraft, in den Zwiſchenräumen bearbeitet, wobey das zweyte und