Teil eines Werkes 
3 (1824)
Entstehung
Seite
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Kohle will man in England die Bemerkung gema<t haben, daß er weit weniger/ als die kleineren Arten deſſelben dauerhaft und haltbar iſt; und dieſer Um- ſtand, ſo wie der, daß er einen ſehr großen Raum erfordert, und nur in ſehr weiter Entfernung von einander gepflanzt werden kann, folglich, ungeachtet der Größe und Schweere ſeiner einzelnen Köpfe, zu- leßt doch immer einen mindern Ertrag lieſert, macht, daß er allda im Ganzen eben nicht ſehr beliebt iſt, und daß bey weitem mehr Kohl von den kleinern aber feſteren Arten daſelbſt gebauet wird.*)

Der Kohl erfordert zu ſeinem vollkommenen Ge- deihen durchaus einen ſtarken, thonigen, feuchten,

bis zu einer beträchtlichen Tiefe mit Humus durch»

drungenen Boden, alſo nahrungsreichen Thonboden, lehmigen Thonboden, oder wenigſtens thonigen Lehm» boden. Do geräth er auh noh recht wohl auf ei- gentlichem Lehmboden ſeſterer Art«= Ein Boden, wie ihn die Kartoffel vorzüglic) liebt, d. i. ein ſan- diger Lehm» oder lehmiger Sandboden iſt ihm ſchon zu looſe, beſonders, wenn er etwa nicht feucht genug gelegen iſt.=- Am allerwenigſten kann er aber in tro&nem dürrem Sande ſein Sedeihen finden; und immer muß der Boden zu Kohl deſio feuchter gelegen ſeyn, je mehr derſelbe Sand enthält.=- In reichem Moorboden, ſo wie in dem Schlammboden abgelaſſe- ner Teiche gedeiht er zwar ſehr üppig, und gelangt zu einer anſehnlichen, ja oft enormen Größe, doc) er- hält er allda ſelten die gehörige Confiſtenz und Feſtig»

X 5 EZ 07M GL 1956 107.18 Landwirthſ<haft.

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