Teil eines Werkes 
3 (1824)
Entstehung
Seite
22
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ausfallen müſſe. Am beſten taugt es im Nothfalle noch für Schaaſe, am wenigſten iſt es für Nindvich geeignet.

6.107, Wolliges Noßgras.

Da3 wollige Roßgras,/ auch Wollgras, Mehlhalm, Honiggras, und wollige Moor» hirſe genannt,(Holeus lanatus; ungr. Pelyhes Czirok; franz. Houque laineuse; engl. Meadow- Soft- grass, Wooly Soft- grass) hat eine vielfache, fein gezaſerte, einen dichten Naſen bildende, bald weißgraue, bald gelblich- bräunliche Wurzel 3 meh»- rere 1 bis 3 Fuß hohe, aufrechte, runde, weißgrüne, beblätterte, mit cylindriſchen Knoten verſehene Halme z ziemlich breite, und lange, behyaarte'", weiche, mit ei- nem wolligen Überzug bede&te, ſaftreiche Blätter, welche eben ſo wie die Halme, wie gepudert oder mit Mehl beſtäubet ausſehen, und daher weißlicht»- oder graugrün von Farbe ſind; eine 4'bis 6 Zoll lange, während der Blüthezeit ausgeſperrte, ſonſt zu- ſammengezogene, aufrechte, weiche, etwas rothliche Riſpe 3 länglicht- eyſörmige, lanzettförmige, zuſam mengedrücte, wie beſtäubte, weichhaarige Ührchen; und länglich- eyförmigen zuſammengedrü&ten, glän- zenden, bräunlichen Saamen, welcher bey vollioms- mener Reife ſehr leicht ausfällt.

E3 geräth vorzüglich auf mäßig feuchten, nahrungs- reichen, lo&ern Lehmbodenarten, oder lehmigen Gand» bodenarten. Zur Noth kommt es jedoch auch auf dem dürrſten und magerſten Sandboden fort, und kann