Teil eines Werkes 
4 (1824)
Entstehung
Seite
225
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man ihn heraus, ſchüttet ihn in einen Topf oder Keſſel, ſeßt ungefähr den vierten Theil ſeines Gewichts an trock- nem kohlenſaurem Kali hinzu, übergießt dieſe Miſ<ung ungefähr mit 1/2 Quart deſtillirtem Waſſer, und kocht ſie damit 1/2 Stunde. Hierbey wird der Gyps zerſeßtz ſeine Schwefelſäure verbindet ſich wegen ihrer nähern Berwandtſchaft mit dem Kali zu einem auflöslichen Neutralſalze, dem ſchwefelſauren Kali, welches in der Flüßigkeit aufgelöſt bleibt; die Kohlenſäure des Kali hingegen verbindet fſih mit dem nun frey gewordenen Kalk des Gypſes zum kohlenſauren Kalk, und dieſer liegt als ein weißes Pulver am Boden. Man nimmt dann das Gefäß vom Feuer, verdünnt die Flüßigkeit mit no< etwas mehr Waſſer, läßt ſie ficß abſeßen, gießt=- wenn dieſes ungefähr nac einem halben Tage geſ<ehen iſt=- die obere klare Flüßigkeit ab, ſüßt ihn no<h etwas mit Waſſer aus, und gießt dann, in einem gläſernen Gefäße, verdünnte Salzſäure darauf, um den entſtandenen kohlenſauren Kalk aufzulöſen, und auf dieſe Art vom Thon und Sande trennen. Alsdann ſchlägt man ihn adus ſeiner Auflöſung durc< klee= oder koh- kenſaures Kali nieder, ſammelt dieſen Niederſchlag auf einem Filter, ſüßt ihn gehörig mit Waſſer aus, tro>k- net und wiegt ihn. Hatte man kleeſaures Kali genom- men, ſo zeigen' jekt 100 Theile des kleeſauren Kalks 139 Theile Gyps an z; hatte man kohlenſaures Kali ge- nommen, ſo zeigen 55 Pct. des kohlenſauren Kalks 100 Theile Gyps an. Na dieſen Säßen wird man alſo die Quantität des Gypſes beſtimmen können.= Faſt vermuthe ich, daß auch dieſe Abſcheidung des Gypſes Grundſ, der Feldk« 4, Th. 15