Teil eines Werkes 
4 (1824)
Entstehung
Seite
211
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ar. Ene

Pulver zerfällen, welches bey einem geringern Gehalt an Humus nicht der Fall iſt. Eben ſo bewirkt auch ein ſolcher beträchtlicher Gehalt an Humus das Zerfallen des Bodens im Waſſer, auc) wenn kein Kalk in der Miſchung iſt, und man kann daher in einem ſolchen Boden, der ohne Kalkgehalt im Waſſer zerfällt, eine ziemlich bedeutende Menge Humus vermuthen.

Unſtreitig hat die Methode dur< das Glühen des genau getro>neten Bodens den Humus zu verflüchtigen, und aus dem hiedurch entſtandenen Gewichtsverluſt die Quantität des Humus zu berechnen, ihrer Einfachheit wegen, und da ſie von einem Jeden, der nur einen Schmelztiegel und eine genaue Waage beſißt, unter- nommen werden kann, vieles für ſich 3 indeſſen iſt es ndthig, daß wir auch ihre Unvollkfommenheiten näher berückſichtigen: a.) Sie ſeßt ein ſehr genaues Austrock- nen der Erde voraus, und man muß dabey den Boden lieber etwas zu ſtark als zu ſchwa austro>nen; da die Feuchtigkeit, welche im leßtern Falle zurückbleiben wür- de, hier mit auf die Rechnung des Humus kommen würde 3; b.) Da man den Humus dabey gänzlich zer- ſtört, ſo erfährt man von ſeiner Qualität, welche doch gewiß viele Rückſicht verdient, nichts; nur aus dem beym Berbrennen ſich entwickelnden Geruch wird man einigermaßen, auf ſeine Beſchaffenheit ſchließen können; ec.) Bisweilen enthält eine Bodenart vielen unausgebil- deten Humus(feine, faſerige, noc< unverweſte Theile, welche beym Durchſieben des Bodens mit durch das Sieb fallen) welcher mit verbrennt, und als vollkommen aus»

14,72