Teil eines Werkes 
4 (1824)
Entstehung
Seite
28
Einzelbild herunterladen

= NEU ui

lieren, und den Wurzeln des Repſfes ähnlich werden.==» Die Ausſaat beſtand bey Schwerz in 2 Mezen pr. Bunder, wornach alſo nach unſerm Maaße eirea 1 1/42 Maaß pr. Joch zu ſäcn käme.

VELTEN: Mohn.

Der Mohn(Papaver 5omniferum; ungr. Malta Vetesi mäk 3; franz. Pavotz engl. Poppy) im dſtr. Dialekte gewöhnlich Magen genannt, iſt eine jährige Pflanze, welche niht nur in Gärten, ſondern auch im freyen Felde mit Nußen gebauet werden kaun,= Er hat ene ſpindelförmige, etwas äſtige Wurzel; einen aufrech= ten, runden, glatten, etwas behaarten, oberwärts äſti- gen, 3 bis 6 Fuß hohen, mit bläulichz weißem Staube überzogenen Stengel; in unregelmäßige Lappen zertheilte, gezähnte und ausgezackte, bläulich= fahlgrüne, ſaftige Blätter 3; eine prachtvolle Blume von lebhafter Farbe welche letztere jedoH je nac< den mannigfaltigen Arten dieſes Gewächſes varirt; und ſehr häufigen, kleinen, öhl= reichen, in dicken Saamenköpfen eingeſchloſſenen Saamen.,

Der Mohn iſt ſowohl nach der Farbe und Geſtal= tung ſeiner Blüthe, als nach der Farbe ſeines Saa= mens, und der Beſchaffenheit ſeiner Kapſel oder ſeines Saamenkopfs, verſchieden.= Die Blüthe, ſo ſchön ſie auch iſt, kümmert den Landwirth wenig, wohl hat er aber die Farbe des Saamens und no<h mehr die Con» ſtruction der Saamenköpfe zu berückſichtigen.= In Hinſicht des erſteren ſtimmen die meiſten Erfahrungen von Bedeutung dahin überein, daß der weiße Mohn-