Teil eines Werkes 
4 (1824)
Entstehung
Seite
29
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Jaame zwar ſchmackhafter und angenehmer iſt, wie auch ein etwas wohlſhmeckenderes und lieblicheres, vielleicht auch etwas mehreres Oehl liefert, als der ſchwarze, daß aber der ſchwarze oder vielmehr ſchwarzblaue an Körner? ertrag den weißen beſtimmt übertrifft, weswegen er auch viel häuſiger als dieſer im Großen gebauet wird, Bey uns wenigſtens wird man wohl ſelten einen andern als ſchwarzen Mohn zu ſehen bekommen.=- Jn Hinſicht der Conſtruction der Saamenkapſel iſt der Mohn ent» weder offen oder geſchloſſen, Erſterer iſt derjenige, an deſ= ſen Saamenköpfen ſich zur Zeit-der Reife, oben unter dem Deckel, rings herum Löcher bilden, durch welche ſämmtlicher Saame herausgeſchüttelt werden kann, ohne daß der Mohn geöffnet zu werden braucht, durch welche aber auch bey unſchicklicher Behandlung leicht vieler Saa- me verlohren gehetz der andere iſt jener, deſſen Saas menköpfe immer, ſelbſt wenn er überreif- werden ſollte, völlig geſchloſſen bleiben, ſo daß der Saame nur erſt dur< eine von uns bewirkte Oeffnung zu erhalten iſt. Aus dieſer Definition allein geht ſchon hervor, daß leß- terem beym Anbaue im Großen durc<haus der Borzug gebührt, weil er bey weitem jene große Aufmerkſamkeit und ängſtliche Genauigkeit in der Ernte nicht erfordert, die bey erſterem unvermeidlich iſt. Cben dieß iſt auch die Urſache, daß er am meiſten gebauet wird.=- In den Niederlanden ſoll zwar der offene Mohn mehr Beyfall finden, weil man dem geſchloſſenen zur Laſt legt, daß er, ungeachtet ſeiner dicken Köpfe, wenigern Saamen bringet,*) Allein zugegeben auch, daß dieß ſeine ganze

)| S<hwerzy's belg. Landwirthſchaft.