Teil eines Werkes 
4 (1824)
Entstehung
Seite
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im Anfange, und bis es daran gewöhnt iſt, ja nicht zu viel davon freſſen laſſen.

Der Sommerreyps(Brassica oleifera ae- gtiva; ungr. Tavaszi Vertesi repcze» Tavaszi olaj- termö repeze) iſt= wie ſchon oben erinnert worden == nicht etwa eine bloße durch Cultur bewirkte Spiel- art der beyden Winterrepsarten, ſondern ein von denſel- ben ſpeciſiſch verſchiedenes höchſt, wahrſcheinlich von der Brassica campestris abſtammendes Sommergewächs.

Er hat eine ſchmächtige ſpindelförmige Wurzel z glatte, fahlgrüne Blätter; einen glatten, obenzu äſtigen, dünnen, gegen 3 Fuß hohen Stengel z; gelbe, in einer länglichen Traube ſißende Kreuzblumen z; und kleinen, ſchwarzbraunen, runden, in ſchmächtigen kleinen Schoten enthaltenen Saamen.

Man ſäet ihn, ſobald die ſtrengen Nachtfröſte nicht mehr zu fürchten ſind, kann aber, wenn man will, oder wenn die Umſtände es erheiſchen, die Saat auch bis Ende Funy ausdehnen. Die frühere Saat iſt jedoch im- mer viel ſicherer, weil ſie den Erdflöhen eher entwächſt, bevor dieſe noh überhand nehmen können.

Boden liebt er im Allgemeinen den nämlichen, den der Winterreps, do< nimmt er auch mit etwas gerin= germ Boden vorlieb. Der Hauptunterſchied in dieſer Hin-= ſicht iſt aber wohl der, daß der Sommerreps in einem ſchr feuchten, ja ſogar ſumpfigen Niederungsboden ganz vorzüglich geräth, in welchem dod) der Winterreps, des Froſtes wegen, nie angebauet werden dürfte. Sh werz bauete ihn einſt in einem abgelaſſenen Teiche, deſſen Bo= den ſo ſumpfig war, daß er, als er im September ſein Repsfeld beſichrigte, bis auf die Kniee im Moraſte ver=