Teil eines Werkes 
4 (1824)
Entstehung
Seite
24
Einzelbild herunterladen

periodiſches Unglück nicht wohl gefaßt ſeyn können oder wollen, durchaus-nicht anzurathen.

Die gewöhnlichſte Benutzung des Repſes iſt auf Oehl. Wer daher den Bau dieſer Pflanze ins Große treibt, thut immer ſehr wohl, wenn er eine eigene Oehlmühle und Ochlpreſſe errichtet, nicht nur, weil er auf dieſe Weiſe den Geldertrag höher treiben kann, als wenn er den Reps im Korne verkaufen muß, ſondern auc<, weil ihm bey dem Ochlpreſſen die Kuchen zu Biehfutter übrig bleiben, und folglich dadurch do< dem Acker Einiges zurückgeges ben wird, In England und in den Niederlanden werden auch dieſe Kuchen ſchr ſorgfältig an das Wieh verfüttert. == Das Stroh, als Biehfutter, iſt wohl nur von wenig Werthe. Tſt es jedoch unverdorben, ſo freſſen die Schaafe die Hülſen und zärteren Spißen deſſelben ſo ziemlich gerne. Das Üibrige, ſo wie das etwa verdorbene Stroh dieſes Gewächſes überhaupt, dient entweder zur Feutc= rung, oder zur Bermehrung des Düngers. Zur gewöhn= lichen Streue kann ich jedoMm dieſes Stroh nicht em- pichlen, weil es ſchr ſchwer verrottet; wohl aber dient es zur unterſten Lage des Miſthaufens, oder bey der Schhaafzucht zur erſten und unterſten Streue, wenn der Stall und Hordenhof rein ausgefahren worden, da es denn gleichwohl verfault, bis der darüber angehäufte Miſt wieder fortgeſchaffet wird.

In England wird der Reps auch ſehr häufig als Grünfutter für die Schaafe gebauet. Er iſt ſehr nahr= haft, und foll dieſelben beſſer mäſten als die Rüben.=- Man giebt ihn wohl auch dem RNindviehe z allein dieſes ſchwillt ſehr leicht davon auf, und man muß daher ſehr behutſam dabey zu Werke gehen, und daſſelbe beſonders

ELLES.= Sr 22.245 2<2- SERER