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genommen werden muß, wenn man über das Zaudern nicht eben dieſen verlieren will.
Die Ernte kann, je nach der Gewohnheit und den örtlihen Umſtänden, entweder mit der Sichel oder mit der Senſe vorgenommen werden, gleichviel, wenn ſie nur nicht in allzugroßer Hiße geſchicht, weil dann durch die Erſchütterung ſehr leicht ſo mance Scoten auf- ſpringen, und die Körner verloren gehen. Sorgfältige Landwirthe verrichten daher dieß Geſchäft gerne früh Morgens und ſpät Abends, und nehmen bey Monden- licht wohl auch die Naht zu Hülfe, um nur ſs wenig als möglich von dem Saamen zu verlieren,= Eben um dem Körnerverluſte auf alle nur erſinnliche Weiſe vorzubeugen, muß man mit der Erntearbeit immer ſ9 viel nur möglich eilen, weil man des anhaltend guten und heitern Wetters nicht, verſichert iſt, und dieſe Arbeit nie bey Regenwetter geſchehen darf, indem die Sc<oten, wenn ſie in naſſem Zuſtande abgebracht, und dann gäh- lings von der darauf folgenden Hie dürre werden, bey- nahe ſämmtlich aufzuſpringen pflegen.
Jſt die Ernte zu Ende, ſo iſt es am beſten den Reps ſogleich des andern. Tages bey Thauwetter nach Hauſe zu fahren, und in Feimen(Triſten) zu bringen, damit er ſchwiße und ſich erhiße, da denn die noch unrei= fen Saamen gewöhnlich nachreifen, und eine eben ſo ſchöne ſchwarze Farbe bekommen. Der Saame leidet dabey in Hinſicht ſeines Ochlgehalts gar nichts, wird vielmehr dadurch zum Oehlpreſſen fähiger, und auch dem äußer- lichen Anſehen nach kaufrechter, wohl aber wird das Stroh dadurch verdorben, das aber ohnedieß als Futter kaum eine Erwähnung verdient, und zur Düngervermehrung
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