Teil eines Werkes 
4 (1824)
Entstehung
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mäheten Wicken können ja ohnedieß ſämmtliche oben er- wähnte Pflugarten eben ſo wie bey der Brache gegeben werden; und bey den Kartoffeln wird das eine Akkfern, das etwa unterbleiben muß, durch die Bearbeitung die- ſer Frucht während der Vegetation mehr als hinlänglich erſeßt.

Beym Rapſe(denn mit dem Rübſen möchte es wohl ſc<hwerlic< angehen) kann man in Fällen, wo dieß ſonſt in die Wirthſchaftsverhältniſſe paſſet, die reine Brache auch da- durch vermeiden, daß man ihn das erſte Jahr, als Futz terkraut, zu grüner Fütterung benutzet. Man ſäet ihn zu dieſem Zweeke nach gut vorgerichtetem und ſtark ge- düngtem Felde im May, und kann ihn noh daſſelbe Jahr, je nah der Witterung, drey- bis viermal mähen. Im folgenden Frühjahre giebt er dann, da er ſehr zeitig heran wächſt, das erſte grüne Futter, und herna< kann man ihn erſt noh zum Saamentragen ſtehen laſſen; da er denn, wenn anders das Feld bey Kräſten iſt, und die Witterung zuſagt, no< immer einen vollen Ertrag geben kann.

In neuern Zeiten hat man auch angefangen dieſe Frucht in 1 bis 2 Fuß von einander abſtehenden Reihen zu ſäen oder zu drillen, und ſie hernach wie eine Hack-= frucht zu behandeln, d. i. mittelſt Zugkraft in den Zwi- ſchenräumen zu bearbeiten und anzuhäufen, welches leß- tere dann im Frühjahre no< einmal wiederhohlt wird. Die hierin gemachten Berſuche ſind über alle Erwartung ausgefallen, und der Bortheil dieſer Bauart beſteht vor- züglich darin, daß der Reps während des Winters ſo= wohl durc; die angehäufte Erde vor dem Froſte, als durch die bey dem Anhäufen entſtehenden Furchen vor der