der mit einer ſchweren Walze niedergewalzet, oder mit- telſt unſerer gewöhnlichen Buſchegge eingez;oögen.
Um möglichſt vollkommenen und keimfähigen Saamen zu erhalten, geht man am ſicherſten, wenn man nac Maaßgabe ſeines Saamenbedarſs von den reifſten Sc<ho- ten einzeln abpflücket, und dieſe ſo im ganzen Zuſtande, ohne die Körner auszuleſen, auf einem luftigen Orte bis zur Ausſaat aufbewahret. Dieß iſt bey dieſer Frucht um ſo leichter zu bewerkſtelligen, da man nur ſehr wenig Saamen brauchet.=- Sollte man ſich jedoch dieſe kleine Mühe nicht nehmen wollen, ſo wähle man ſeinen Saa- men doch immer aus dem Borſprunge, oder wohl noch beſſer, aus jenen Körnern, die bey den zum Aufſprin- gen ſehr geneigten Schoten dieſer Frucht, gewöhnlich ſchon vor dem Dreſchen auszufallen pflegen, weil dieſe immer die vollfommenſten und reifſten ſind.=- Muß man den Saamen von Außen her ankaufen, ſo nehme man ſich immer ſehr in A<t, daß man nicht alte und verlegene Waare erhalte, die etwa ſchon keine Keimkraft mehr befißt; auch ſtelle man ſich völlig ſicher, daß nicht etwa Saame von Hederich und Ackerſenf darunter ſey, weil man dadurc ſeinen Acker gewaltig verwildeen und verunreinigen würde.
Um der reinen Brache zu entgehen, welche dieſe Pflanze ſonſt, wie wir ſo eben geſehen haben, der Bor- bereitung des Bodens wegen, verlangt, pflegt man in einigen Ländern, wo man den Boden ſehr hoch ſchäßet, und dagegen keine Arbeit ſcheuet, wie dieß hie und da in den Niederlanden, in England, und am Rheine der Fall iſt, die Rapspflanzen auf einigen kleinern Stücken Landes zu erziehen, und dann dieſelben erſt ſpäter, etwa


