Teil eines Werkes 
4 (1824)
Entstehung
Seite
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ift ſogar niht unwahrſcheinlich, daß in dieſem Falle, ſelbſt bey völlig gleicher Düngung, die Ernte nad) Kar- toffeln reichlicher als nach Raps ausfallen dürfte, weil erſtere eine eben ſo treffliche Borfrucht für das Sommer- getreide, als eine ſchlechte Borbereitung für das Winter- getreide, ſonderlich für den Weißen ſind.= Daß übri- gens die Kartoffeln gleichfalls eine ſehr düngerfreſſend Frucht ſeyen, dieß weiß wohl Jedermann, der fic auch nur einige Zeit zu bauen Gelegenheit hatte. Wozu alſs der Vergleich des Repſes als Meliorirungsfrucht mit ei- ner Pflanze, die aller ihrer anderweitigen Bortrefflich- keit ungeachtet, eben ſo ausſaugend, und nod) dazu eine ſchlechte Borfrucht für das Wintergetreide iſt?++«+

Die Zeit der Ausſaat des Winterrepſes beyder Arten iſt der Auguſt, ſo zwar, daß der Raps in der erſtern, und der Rübſen in der leßtern Hälfte dieſes Monaths am zweEkmäßigſten beſtellet wird.

Der Aker muß zu dieſer Frucht durch die ſorgfäl- tigſte Arbeit immer ſehr gut vorbereitet werden, Es wird daher in der Regel wenigſtens viermal, beſſer aber wohl fünfmal dazu geackert, und nac< Erforderniß geegget. Das erſte iſt das flache Umſtürzen der Getreideſtoppel gleich nach der Ernte, dann wird der Acker no< vor Winters ſo tief als möglich umgepflüget, und in rauhen Furchen liegen gelaſſen. Die übrigen drey Pflugarten, werden dann den folgenden Frühling und Sommer, wie bey einer andern Brache gegeben, und dabey ſo oft geeg= get, als es die vollkommene Zerkrümelung und Pülve= rung der Ackerfrume nöthig machet. Die lezte Furche welche zur Saat gegeben wird, muß beſonders ſorgfältig geſchehen, ſo wie man au< beym Eggen zu dieſer Zeit