venn auch überflüßig finde, ſie eine jede beſonders abzu- handeln, ſondern mir bloß vorbehalte überall an gehsö- rigem Orte jener individuellen Eigenheiten in Kürze zu erwähnen, die erwa doch einigen Unterſchied begründen.
Der Boden für dieſe Oehlſaaten muß immer ſehr Fräftig und nahrungöreich ſeyn. Am beſten taugt dazu ein guter, humusreicher, mehr thoniger als fandiger Lehmboden; und enthält dieſer noch etwas Kalk, ſo iſt er um[9 zweckmäßiger.== Ein ſehr ſtrenger und ſteifer Thonboden taugt zwar für dieſe Früchte nicht, doch kann er durch verſtändige Anwendnng friſchen Düngers oder Kalkes dazu tauglich gemacht werden; wornah er dann recht reiche Ernten zu liefern vermag.= Dürrer Sand- boden paßt für. dieſe Gewächſe aus doppeltem Grunde nicht„ erſtens, weil ſie bey völligem Mangel an Feuch- tigkeit ſchon in ihrer erſten Tugend verſchmachten, und dann, weil ſie in einem ſo looſen, den Abwechſelungen der Atmoſphäre ſo ſehr ausgeſeßten Boden, ganz ſicherlich auswintern würden.== Eben dieſes leßteren Umſtandes halber paſſen fie überhaupt nicht für allzulooſen Boden-/ ſelbſt dann nicht, wenn er großentheils aus Humus be» ſtehen ſollte,== Mäßig feuchter, und in gehbörigem Grade gebundener Niederungsboden iſt dieſen Pflanzen zwar äu Berſt willkommen, weil er gewöhnlich einen großen Reich- thum an Humus zu haben pfleget. Eine allzufeuchte Lage iſt ihnen jedoch immer ſchädlich, weil ſie allda fehr leicht vom Winterfroſte, und nom mehr vom abwechſelnden Froſt= und Thauwetter des Nac<hwinters und erſten Früh- lings getödtet werden,
Dünger erfordert der Reps auf jeden Fall ſehr viel, und zwar in der Regel gut verrotteten und leicht auflös=


