ſämmtlich zu dem botaniſchen Geſchlehte der Brassiea. == Zwey derſelben ſind Winterfrüchte, nämlich: der Raps oder die Rapsſaat, auc< Kohlſaat(Bras- sica oleiſera hyberna maior; ungr. Üreg öszi rep- cze, Käpogzla-fajü üsz1 repcze; franz. Colsat, Colza; engl. Coleseed) weldjer eine Kohlart iſt, und zwar eine beſtändige Abart des bekannten Schnittkohls ( Brassica oleracea laeiniata) ſeyn ſoll; und der Rübs oder Nübſen, auc Rübſaat und Rübe- ſaat genannt(Brassica oleifera hyberna minor; ungr. Kissebb ö8zi repcze, Repa-faju vszirepcze; franz. Navette; engl. Navew) welder eine Rübenart iſt, und entweder von der Brassica Napus oder von ir» gend einer Brassica rapa abzuſtammen ſcheint,= Die dritte aber iſt ein von beyden vorhergehenden ſpecifiſch und weſentlich verſchiedenes, höchſt wahrſcheinlich von der BrasSica campestris abgeartetes Sommergewächs.
Der botaniſche Unterſchied der beyden Winterreps= arten iſt beyläufig in Folgendem gegründet:
a.) Der Raps hat eine größere faſt walzenfskmige Wurzel; größere, glatte, fahlgrüne, den Kohlarten ähn= liche Blätter; einen größern und ſtärkern Stengel; hell= gelbe, faſt ſchwefelgelbe Kreuzblumen z; und größere Scoten und Saamen,
b.) Der Rübſen dagegen hat eine ſ<hmächtigere ſpindelfsrmige Wurzel; dunklere, mehr den Rübenarten ähnliche Blätter; einen kleinern, dünnern Stengel; viel dunklere gelbe Blüthen; und kleinere Schoten und Saamen.
In wirthſchaftlicher Hinſicht kommen dieſe beyden
Arten des Winterrepſes ſo ziemlich überein, daher ich


