218 Nieder- und Oberlahnstein, Lahneck.
Niederlahnstein(Gasthöfe: Hotel Douqueé, Noll, Weisses Ross, Wochner, Strassburger, Herrmann) mit 4015 meist kathol. Einwohnern, ist ein kräftig aufstrebendes Städtchen, welches sich durch seine Lage als Centralpunkt für die rechtsrheinische und die Lahn-Bahn auch als Verkehrs- und Industrieplatz gün- stig entwickelt.
Eine Brücke über die Lahn verbindet den Ort mit dem rheinaufwärts dem Schloss Stolzenfels gegenüber gelegenen Oberlahnstein,(Gasthöfe: Hotel Weller, Einhorn, Deutsches Haus, Hot. Weiland, Hotel-Restaurant Breitenbach, Rheinischer Io/), einerStadt mit gegen 8000, der Mehrzahl
— nach katholisch. Einwohnern, ur- kundlich schon 890 erwähnt. An
die kurmain- zische Zeit erin- nern noch einige wohlerhaltene Türme der ehe- maligen Befes- tigung. Ober- lahnstein ist Dampfschiffsta- Tahneok. tion kur Ems, die Landungsbrücke liegt in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs. Von hier aus Lokal-Dampfschifffahrt nach Stolzenfels, Brau- bach etc. Oberlahnstein ist ein bevorzugter Ausgangspunkt von Ausflügen in die schöne Umgebung des Rhein, Mosel- und Lahnthals.
Ueber Oberlahnstein erhebt sich auf einem steilen, am Eusse von Weinbergen bedeckten Bergkegel, dem äussersten Vorposten, den das Taunusbergland zwischen Lahn und EFhein vorschiebt, die Burg Lahneck; ein sonniger Fussweg führt von der Rheinseite und ein schattiger Fahrweg von der Lahn- seite hinauf. Zuerst im Jahre 1224 erwähnt, ist sie wahr- scheinlich vom Erzbischof Gerhard von Mainz zum Schutze seiner Besitzung Oberlahnstein angelegt worden und diente oft als Wohnsitz mainzischer Kurfüursten. Noch nach der Merian- schen Abbildung vom Jahre 1646 gut erhalten, wurde sie 1689 von den Franzosen zerstört. Seit 1860 wurde sie mit Be- nutzung der vorhandenen Baulichkeiten wiederhergestellt und ging später in Privatbesitz über, die Besichtigung des Innern ist gestattet Von dem fünfeckigen, zinnengekrönten Bergfried


