Teil eines Werkes 
[1] (1902) Das Lahnthal von der Lahnquelle bis zur Mündung nebst den Seitenthälern in ihren unteren und mittleren Stufen : mit ca. 100 Illustrationen und 5 Plänen, 4 Kärtchen und einer grossen Übersichtskarte / bearbeitet von Heinrich Luerssen, Wetzlar
Entstehung
Seite
145
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Von Weilburg nach Limburg.

29,2 km.

ie Bahn geht unmittelbar unterhalb des Bahnhofs Weil- burg auf die andere Lahnseite, durchbricht die Berg- masse parallel dem Schiffahrtstunnel und hält sich bis zur Station Aumenau auf dem linken Ufer. Die mässig hoben Berge treten immer näher an den Pluss und lassen kaum Raum für den Bahnkörper, welcher die vielfachen Hindernisse der Fluss- krümmungen und der sich entgegenstellenden Felsen bis zur nächsten Station Fürfurt in nicht weniger als fünf Tunnel überwinden muss. Die Ortschaften liegen daher auf der Höhe und sind durch über das Plateau führende Strassen mit ein- ander verbunden, während ein durch das Thal laufender, zu- sammenhängender Weg nicht vorhanden ist. Nichtsdesto- weniger bietet eine Wanderung am Fluss entlang gerade in diesem Abschnitte für den, der sich nicht scheut, auf ein- zelne Strecken den am linken Ufer entlangführenden, aller- dings steinigen Leinpfad zu benutzen, einen ebenso seltenen wie eigenartigen Reiz. Die steilen Kalk- oder Schieferfelsen, welche sich mit ihrem Buschwerk im Wasser spiegeln, die schmalen Wiesenbänder, welche sich ihnen von Zeit zu Zeit vorlagern, der herrliche Wald, der überall die Höhen kront und oft bis unmittelbar an den Fluss hinunter steigt, bieten Bilder dar, die für den Landschaftsmaler eine unerschöpf- liche Fundgrube bilden, dem Wanderer aber durch den Zauber

IIlustr. Lahnführer. 10