Teil eines Werkes 
[1] (1902) Das Lahnthal von der Lahnquelle bis zur Mündung nebst den Seitenthälern in ihren unteren und mittleren Stufen : mit ca. 100 Illustrationen und 5 Plänen, 4 Kärtchen und einer grossen Übersichtskarte / bearbeitet von Heinrich Luerssen, Wetzlar
Entstehung
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Elbbachthal. Westerburg. 171

25 Min. nach Wilsenroth, einer Haltestelle der Eisenbahn, gelangt; doch liegt dieselbe eine Viertelstunde vom Orte öst- lich. Will man die Bahn nicht benutzen, so gehe man oberhalb Wilsenroth von der Strasse links ab, am Kirchhof vorbei, ins Dorf hinunter und aus demselben links am oberen Ende wieder hinaus, wo ein Wegweiser an der Ecke nach Westerburg zeigt. Am Tannenstück vor dem Orte, wo der Weg durch ein rotes Dreieck bezeichnet ist, hat man zur Rechten einen reizen- den Blick auf die Höhen des Westerwaldes und das Elbthal. Der Weg führt an einem Bergvorsprung mit Basaltschutthalde undSteinbruch vorbei in 20 Min. nach dem Dörfchen Berzahn. und in weiteren 25 Min,, teilweise durch schönen Buchenwald, nach Willmenrod. Doch kann man von Berzahn aufkürzerem Wege über Wenge- roth in etwa 50 Min. direkt nach Wester- burg gehen.

Bei Willmenrod, Haltestelle, 25,4 km von Limburg, quert die Bahn das Elbbachthal, um sich auf die gegenüberliegenden Höhen, um den 408 m hohen Stromberg herum nach Westerburg hinauf zu winden. Der Fahrweg von Will- menrod läuft in gerader Richtung nördlich auf das weithin sicht- bare Westerburg mit seinem weissschimmernden Schlosse zu, Wegezeit etwa 40 Min. Wenn man nach etwa 10 Min. die Höhe erreicht, tritt der Hochebenen-Charakter der Gegend immer mehr hervor in den weiten Wiesenflächen und den flachen, muldenförmigen Thälern, in welchen die Bäche laufen.

28,6 km Bahnhof Westerburg, auf dem linken Thalrande des Schafbachs, 10 Min. von der Unterstadt entfernt.

Gasthäuser: Hotel Zum Löwen, Pens. 4 Mk.; Gasth. Zur goldenen Krone, Zum deutschen Kaiser, Zur schönen Aussicht, Zum Adler, Zum grünen Wald; in allen auch Bier.

Westerburg, Kreishauptstadt, Regierungsbezirk Wies- baden, mit 1326 Einw., meist evangelischer Konfession, ist Sitz eines Landratsamts und einer Oberförsterei. Die Hauptbe- schäft'gung der Einwohner ist Landwirtschaft, doch finden sich in der Nähe bedeutende Braunkohlengruben in Betrieb. In- mitten ausgedehnter Waldungen und hoher Berge hat Wester- burg zweifellos die schönste Lage von allen Städten des

Kloster Marienstatt.