172 Westerwald.
Westerwaldes und eignet sich durch seine Umgebung recht wohl zu einer Sommerfrische. Es besteht aus einer Unter- und Oberstadt; die letztere wird wieder überragt von dem auf einem Basaltkegel gelegenen, altertümlichen Schlosse der Grafen von Leiningen- Westerburg, welches zugänglich ist und alte Waffen und sonstige Altertümer enthält. Die 1806 mediati- sierten Grafen wohnen auf dem Schlosse. In der Nähe führt bei der Restauration zur schönen Aussicht ein Fusssteig auf den Katzenstein, einen be- waldeten Basaltfel- sen, von dem man eine hervorragend schöne Fernsicht ge- niesst. 20 Min. nörd- lich von Westerburg befindet sich die Liebfrauenkirche, ein vielbesuchter Wall- fahrtsort.
Von Wester- burg führt die Bahn in etwa 50 Min. über die Haltestellen Langenhahn, Erbach, Korb nach
Hachenburg, der einzigen Stadt des Oberwesterwaldhreises.
Gasthöfe: Zur Krone, Nassauer Hof, Westendhalle.
Hachenburg liegt malerisch um den vom mächtigen Schlosse gekrönten Schlossberg zwischen der grossen Nister und einem Quellflusse des Windbachs. Für Touristen ist der Ort beson- ders anziehend als bequemster Ausgangspunkt für eine Wan- derung durch die Kroppacher Schweiz, das Thal der grossen Nister zwischen Marienstatt und Helmeroth, entschieden die landschaftlich schönste Partie des Westerwaldes.
Eingehende Schilderung findet man im Westerwaldführer, herausgegeben vom Westerwald-Club, 3. Aufl. 1901, Preis 2 Mk., Verlag der Dietzschen Hofbuchdruckerei in Koburg.
isterbrücke.


