Teil eines Werkes 
[1] (1902) Das Lahnthal von der Lahnquelle bis zur Mündung nebst den Seitenthälern in ihren unteren und mittleren Stufen : mit ca. 100 Illustrationen und 5 Plänen, 4 Kärtchen und einer grossen Übersichtskarte / bearbeitet von Heinrich Luerssen, Wetzlar
Entstehung
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Elbbachthal, Dornburg. 169

schiedene andere), liegt einige Minuten entfernt. Es wird 1449 zuerst erwähnt, ist aber sehr alt. Bekannt ist es als bequemster Zugangspunkt für die ½ Std. nördlich sich er- hebende Dornburg, die gegen das Elbbachthal abfallende, 396 m hohe Endkuppe eines 1 ½ Std. von Westen nach Osten sich erstreckenden, meist waldigen Bergrückens, des Watzehahns. Eine nur wenig niedrigere, nach Süden vorspringende Wald- kuppe im Westen der Dornburg trägt die weithin sichtbare St. Blasiuskapelle. Vom Dorfe aus führt ein Fahrweg nach der Dornburg, doch kann man direkt von der Station aufwärts gehen, bei dem schwarz-weissen Wegweiser dem blauen Kreuz auf dem Wege nach Langendernbach kurze Zeit folgen, dann über die kreuzende Strasse dem Heideweg rechts in der Rich- tung auf die hohen Tannen folgen, welche, weit sichtbar, am Südwestabhange der Dornburg stehen. Allmählich beginnt das Gelände zu steigen und die schwarzen Basaltmassen des Berges treten immer schärfer hervor. Nach 25 Min. gelangt man zum Walde; an der Edeltanne rechts weisses und blaues Kreuz, welche nach weiteren 5 Min. zum Wirtshaus zur Dornburg führen. 9 Fremdenzimmer, Pens. 3 Mk., schöne Waldlage, freundliche Leute.

Von dem Wirtshaus führt rechts über den Hof ein Pfad in den Wald mit roten Dreiecken bezeichnet zu den beiden Eisstollen; bevor man sie erreicht, biegt ein enger, mit weissen Feldern an den Tannen bezeichneter Waldpfad rechts, welcher in 5 Min. an den Fuss des äusseren Ringwalls stösst, jenseits dessen man in weiteren 3 Min. über den inneren Wall auf das Plateau gelangt. Dasselbe ist durchzogen von Hecken und Steinwällen, deren Geröll von den Bauern aus dem guten Acker aufgelesen ist, um als Felderscheiden zu dienen. Nach Aus- sage der Landleute wächst hier oben kräftigere Frucht als im Thale. Die Aussicht ist leider dadurch beeinträchtigt, dass kein beherrschender Punkt vorhanden ist, welcher freien Rund- blick gewährt. Für den Rückweg merke man sich das weisse Zeichen auf dem Basaltsteine am Walle. Während das Plateau, welches auf einer abgestumpften Basaltpyramide in einer Länge von 600 und einer Breite von 500 m sich entwickelt, gegen die Thalseite und nach Süden steil abfällt, ist die westliche, dem Angriff ausgesetzte Seite durch die zwei oben erwähnten Basaltwälle geschützt, von denen der untere nach der Aussen- seite 6 10 m, nach der Innenseite 3 4 ½ m steil abfällt, während der obere nach aussen nur 1 ½ m Höhe hat, den Plate⸗ urand aber kaum einen halben Meter überragt.

Naturgeschichtlich merkwürdig ist der Berg durch das im Innern desselben befindliche Eisfeld, welches in den beiden, durch Herausnehmen von Geröllblöcken in der Basaltschutt-