Teil eines Werkes 
[1] (1902) Das Lahnthal von der Lahnquelle bis zur Mündung nebst den Seitenthälern in ihren unteren und mittleren Stufen : mit ca. 100 Illustrationen und 5 Plänen, 4 Kärtchen und einer grossen Übersichtskarte / bearbeitet von Heinrich Luerssen, Wetzlar
Entstehung
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76 Kloster Arnsburg Münzenberg.

wohl erhalten, aber ebenso wie der von der Wetter umflossene Garten nicht zugänglich, da der junge Graf von Laubach in denselben Wohnung genommen.

So kann der Beschauer auf diesem reizenden Fleckchen Erde an der Hand zum Teil wohl erhaltener Zeugen einen Entwicklungsgang der Kulturgeschichte von fast achtzehn Jahrhunderten an sich vorüber ziehen lassen, eine Gelegen- heit, die ihm auf deutscher Erde in solcher Weise sich nicht oft bieten dürfte.

Genaueres über das Kloster und seine Geschichte findet man inAug. Röschen, Wanderung durch die nördliche Wetterau, mit vielen Abbildungen und Plänen. Giessen, Verlag von Emil Roth, Preis 1,50 Mk.

Den Rückweg von Arnsburg nehme man entweder nach Lich, wobei man darauf achte, dass man von der Wirtschaft aus links am Bursenbau und am Paradies vorbei gehen muss, um dann rechts die Treppe hinunterzusteigen, die auf den über den Bach führenden oben erwähnten Knüppelsteg leitet. Nach- dem man die Wiese überschritten, halte man sich, wenn sie gangbar ist, auf dieser links am Walde entlang, um nach etwa 10 Min. rechts auf den Waldweg zu treten, oder man gehe gleich den roten Punkten nach in den Wald.

Wernicht den- selben Weg zu-

rückzumachen wünscht, kann vor dem Hauptthore, dem sog. Pforten- bau, zwischen . zweien wählen. Der Münzenberg. eine führt in etwa 2 ¾ Std. nach Butz- bach über Münzenberg und wird wegen der hier gelegenen Burgruine gern gewählt. Man schlage vor dem Thore links den S. 72 beschriebenen Weg nach der Bergermühle ein und folge den roten Strichen über Trais-Münzenberg bis Münzen- berg(Wirtschaft von Jaeger).

Zu dem soeben verlassenen Kloster stellt sich die auf einer Basalthöhe über dem kleinen Städtchen thronende Schloss- ruine, die mächtigste der Wetterau, dem Besuchenden in wir- kungsvollsten Gegensatz. Die beiden Türme, welche aus den Schmalseiten des ovalen Unterbaus aufstreben, überragen be-