Druckschrift 
Giessen - Universität und Provinzialhauptstadt : mit einem Stadtplan und einem Liegeplan der Universitäts-Gebäude / Hrsg. von Verkehrs-Verein Giessen
Entstehung
Seite
38
Einzelbild herunterladen

Höhe ein neuerbauter Aussichtsturm erhebt, mit weiter Rundschau in die anmutig bewegte Landschaft und in das wogende Wipfelmeer zu seinen Füßen.

Nordwestlich von der Stadt, den weithin sich erstreckenden breiten Waldhöhen des Krofdorfer Forstes vorgelagert, steigen die Wahrzeichen Gießens auf, die burggekrönten spitzen Basalt- kegel des Gleibergs und Vetzbergs, die jedem KRei- senden auffallen, der an Gießen vorübergefahren ist und die ihn ermuntern sollen, auch hier Station zu machen und zu schen, daß Stadt und Umgebung sich mit anderen Gauen Deutschlands wohl messen können. Die genannten Burgen beherrschen weithin die Lahnniederung; sie werden im Plinter-

grund überragt vom breiteren Dünsberg, dem höchsten

Gleiberg.

Punkte der weiteren Umgebung, mit Aussichtsturm und Schutz- hütte. Der Dünsberg trägt, wie andere kleinere Berge der Um- gebung, mehrfache Ringwälle, während die spitzen Basaltkegel alle Reste alter Burgen tragen. Die Burg Gleiberg wurde um 9Doo gegründet, als der Bruder König Konrads J. Gaugraf des mittleren Lahngaues war. Die mächtige Burg liegt in Trüm- mern, doch sind auch große Teile derselben wohlerhalten, so der Burgfried und der Nassauerbau mit dem Kaisersaal. Der zum Schutze der Ruinen auf dem Gleiberg gegründete Glei- bergverein hat zur Erhaltung und teilweise auch zur Wieder- herstellung erheblich beigetragen. Der Gleiberg ist ein sehr beliebter Ausflugsort, gute Restauration mit großen Sälen, ge-

38