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vorige Jahrhundert nach den hier siedelnden Grapengießern (Töpfern)„in den Gröpern“. Der die Stadtmauer begleitende Wegezug von oberhalb der Gröperstraße bis zum Breiten Tor trug die Bezeichnung ‚gegen der Mauer“, vorübergehend kommt 1760 auch eine Straße„gegen der 2ten Mauer“ vor, in deren Nähe jetzt die Meisterei, d. h. das Haus des Scharfrichters und Abdeckers, verlegt ist.
Zwischen der Kornstraße und der Abzucht dienen auch heute noch dem Verkehr im Stephanibezirk östlich der Schwiecheldt- straße die Düstere Straße, die Rundenienstraße, die Schielenstraße sowie schließlich die Gosestraße und die Untere Mühlenstraße. In westöstlicher Richtung verläuft zwischen Rundenien- und Schielen- straße die Lämmerstraße, die sich offensichtlich als eine spätere, aus dem allgemeinen Rahmen herausfallende Bildung darstellt.
Die wohl wegen ihrer Enge sog. Düstere Straße hat in neuerer Zeit den Namen Schulstraße erhalten. Die Rundenienstraße er- scheint seit dem 14. Jahrhundert bis zur Schwelle der Gegenwart als Badelebische Straße, der Name entspringt jedenfalls einer Orts- oder Personenbezeichnung. Die Rundenienstraße ist benannt nach einem zu Anfang des 18. Jahrhunderts in ihr wohnhaften Notar Johann Georg Rundenius. Der Name der Schielenstraße geht auf ein Mitglied der Bürgerfamilie Scheele oder Scheile zurück. Vorher tritt die Straße in der Regel als Dadelebische oder Dolebische Straße — nicht zu verwechseln mit der Dedelebischen Straße!— auf. Auch in ihr wird ein Orts- oder Personennamen fortleben. Bei der Lämmerstraße braucht nicht mit Notwendigkeit an einen Tier- namen gedacht zu werden, sondern es kann ebenfalls ein Zusam- menhang mit einer im 17. Jahrhundert bezeugten Bürgerfamilie Lamm oder Lemmen vorliegen.
Besondere Aufmerksamkeit beansprucht in diesem Zusammen- hang die Umgebung der am Schnittpunkt der Straße an der Ab- zucht und der Gosestraße belegenen Walkmühle, insbesondere das Auftreten der Bezeichnung Gosestraße an dieser Stelle, obwohl in der Gegenwart eine nähere Beziehung zum Goselauf nicht mehr er- kennbar ist. Bei genauerem Zusehen zeigt sich nämlich, daß hier ebenfalls mit erheblichen Verschiebungen im Gewässernetz zu rechnen ist, die auch eine einschneidende Umgestaltung des Stra- ßennetzes nach sich gezogen haben.
Nach den Angaben der Kunstdenkmäler(S. 317/9) ist die Walk- mühle 1474 für die Wandschneider in den Gröpern an der Gose-


