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(clipeatores), während der Name der Petersilienstraße, der eben- falls in Braunschweig und anderwärts vorkommt, in Goslar auf eine mit Grün bewachsene, in der Hauptsache gartenmäßig ge- nutzte Gegend hindeutet.
Zwischen Bäckerstraße und Schilderstraße treffen wir, parallel mit ihnen, auf die am Jakobikirchhof endende Jakobistraße, der sich vom unteren Teil des Jakobikirchhofes an als Verlängerung die wohl nach einem Hofe der in der Geschichte Goslars eine große Rolle spielenden Grafen von Woldenberg benannte Woldenberger- straße(Wohldenbergerstraße) zwischen Bäcker- und Petersilien- straße nach dem Vogelsang hin anreiht.
Als Querverbindungen der Bäcker- und Jakobistraße dienen drei Gäßchen, die heute als Ober-, Mittel- und Untergasse bezeich- net werden. Von ihnen deckt sich dig Obergasse mit der in der Nähe von St. Egidien verlaufenden Stobenstraße, in der der Jakobi- stoben(stuba scti. Jacobi) lag. Die Mittelgasse trägt noch auf Kar- ten aus der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts den schon 1512 bezeugten Namen„Teufelsgasse“, der vielleicht ähnlich wie bei der ebenfalls als Teufelsgasse auftretenden Pfannenführerstraße zu er- klären ist. Die Untergasse begegnet bereits im Mittelalter als Gang zwischen der Bäckerstraße und dem Jakobikirchhof. Sie kommt später auch als Kirchstraße vor und findet ihre Verlängerung in der zum Pfarrhause der Jakobikirche führenden Pfarrgasse der Gegenwart.
Die Vermittlung zwischen Jakobi- und Schilderstraße wurde, von der Bäringerstraße aus gerechnet, zunächst hergestellt durch die Goldschmiedestraße, die heutige Kreuzgasse. Die Goldschmiede- straße war die Gewerbestraße der Goldschmiede, in ihr wohnte noch im 16. Jahrhundert eine Anzahl von Goldschmiedefamilien. Den Namen„Kreuzgasse“ trägt der Wegezug amtlich erst seit 1911. Möglicherweise schwingt in ihm aber eine Erinnerung an früher bestehende Verhältnisse nach.
Unterhalb der Kreuzgasse folgt die Mönchgasse, im Mittelalter zugleich als Eremitenstraße oder Termineistraße auftretend nach einer hier befindlichen Niederlassung(Terminei) der Augustiner- Eremiten. Mehrfach wird sie als Ovelgunne oder Ovelwunne be- zeichnet, ein Wort, das auf niederdeutschem Boden öfters gebraucht wird und soviel wie Abgunst, abgelegene, verrufene Örtlichkeit oder Vorwerk bedeut#t. Vielleicht ist die Benennung der Straße als Ovelgunne aber auch gedacht als Gegensatz zu dem Termineihaus


