4.
[Brief des stud. Wiener von Darmstadt an Clemm:]
Liebster!
Bei Ubersendung der vorgestern liegen gebliebenen Einlage, be- nachrichtige ich dich zugleich, daß es dahier ziemllich] stent u. daß wir Willens sind u. auch schon begonen haben, alle Stränge anzuspannen. Das, worüber vor 14 Tagen Louis in deinem Auf- trage bei mir anfragte wird 8 Carolin kosten u. in 8 Tagen am Ort sleiner] Bestimmung sein ²²). Es thut dergl. jetzt sehr Noth. Treibt nur auf Organisation ordentlliche] Posten,[mit] militärlischer] Pünktlichkeit u. Subordination. Ca ira. Ich hoffe, dass die arme Mine(nicht] verschmachten wird. Agire nur gehörig bei d. Fräu- lein quaestionis ²³). Stecke es Minchen u. s. Nachbar ²⁴), du hast ja Gelegenheit; grüsse slie] von uns herzllich]. Der Plan, der vorigen Sommer mit Faix ²⁵) versucht wurde, muß jetzt hoffentllich] mit besserem Glücke wiederholt werden. Stecke es ihm; benachrich- tige auch Minchen, es möge Selterserwasser mit Zucker zu trin- ken anfangen. Wir bitten dich recht sehr, thätig zu sein u. nach Umständen mit deiner Candidatenschrift(Doppelbuchst wie ae, ck, ch u. a. zählen verdoppelt) Bericht zu erstatten. Du wirst es am besten mit FrI Briel ²⁰) thun können, d. dir dieses überbringt. Schliessllich] ersuche ich dich um deine gefällige Mitwirkung zu endllicher] Beillegung] der alten Bibliotheksangelegenheiten. Grüsse mir alle Braven u. empfange an sie u. dich herzliche Grüsse v. Brummer u. Ent(die mir vorgestern schrieben; Ent wird wohl schon abgegangen sein) u. Deinem Fuchs.
Das Verbrennen nicht zu vergessenl!!
5.
[Brief von Rosenstiel an Clemm:] ²ꝛ) 22/10 34. Deinen letzten Brief(datirt vom 18. d. M.) erhielt ich gestern Abend, ich kann aber denselben durchaus nicht verstehen. Alles, worauf du dich in demselben beziehst, ist mir völlig unbekannt. Zur Vermeidung aller möglichen Mißverständnisse will ich alle
148
8


