großen Schlafſaal geführt, worin ſich ca. 500 Betten be⸗ fanden. Es waren dieſelben Betten wie auf den Schiffen.
e..— Da uns das weiche Polſter ungewohnt war, verbrachten
1 die meiſten die Nacht ſchlaflos.
ſe
he Am nächſten Tage, es war am 6. Februar morgens,
er wurden wir dann in die Lazarettzüge, die während der
4 Nacht eingetroffen waren, verladen. Abermals wurden n g/ 1 uns Liebesgabenpakete mit der Aufſchrift:„Grüß Dich
n. — Gott, Neutral Holland begleitet Ihre Rückkehr zum teuren r⸗ Vaterlande mit den herzlichſten Segenswünſchen“ verteilt. er Nachdem einer unſerer Kameraden in einer Anſprache ſich e für die liebevolle Aufnahme in Holland in unſerem Namen 6 bedankte, verließ unter donnerndem Hurra der Zug die 6 Station. Ganz Rotterdam war auf den Beinen, als der 1 Zug durch die Stadt fuhr. Sie winkten uns und warfen uns Blumen in die offenen Fenſter des langſam fahrenden Zuges. Faſt über eine halbe Stunde dauerte die Fahrt e⸗ durch Rotterdam. Es waren Momenteo, die ich in meinem en Leben nie vergeſſen werde. So ging die Fahrt immer n, A weiter durch Wieſen und Felder. Welch herrliche Gegenden ie ſahen wir hier vor uns auftauchen. Ganze AÄcker mit Tulpen 5 und ſonſtigen Blumen konnte man hier ſehen. Faſt ch auf jeder größeren Station hielt der Zug, wo uns en 5 wiederum Liebesgaben, ſowie Kakao, Wein uſw. verabreicht en wurden. Um 8 Uhr abends mußte alles zu Bette ſein. en Es wurde uns noch vorher geſagt, daß der Zug um 10 ig Uhr etwa 1 Stunde auf der Grenzſtation halten würde. n⸗ Eine oberflächliche Unterſuchung würde dann vorgenommen mn werden. Wer beſchreibt aber unſer Erſtaunen, als um ch 11 Uhr die Zollkommiſſion mit Blumen und Liebesgaben en die Wagen beſtieg und ſo, anſtatt einer Unterſuchung, b 45


