Hälfte in das Vorderſchiff, die andere Hälfte in das Hin⸗
Ein hier proviſoriſch eingerichtetes Lager nahm uns auf. Der Lazarettzug blieb am Bahnhofe ſtehen, und die Schwer⸗ verwundeten, die nicht laufen konnten, blieben darin bis zum nächſten Mede Das Lager, welches früher ein Armenhaus war, lag in der Fliegergefak Ebone Wir durften deshalb des Nachts kein Licht brennen. Hier bekamen wir ſeit dem vorhergehenden Abend zum n Male wieder etwas zu eſſen. Da uns die Müdigkeit faſt förmlich über⸗ wältigte, legte man ſich auch bald zum Schlafen nieder. Am nächſten Morgen um 7 Uhr, alſo am 2. Februar wurden wir wieder verladen. Wir fuhren denſelben Weg wieder zurück. Diesmal ſollten wir mehr Glück haben. Der Nebel war nicht mehr ſo dicht, wie am Tage vorher. Das Einſchiffen auf die Paddelboote ging ſchnell von ſtatten und wir fuhren auch alsbald ab. Nach etwa 1ſtün⸗ diger Fahrt ſahen wir von weitem die Umriſſe der hol⸗ ländiſchen Lazarettſchiffe. Die finſteren Minen der Ge— fangenen erhellten ſich und man atmete erleichtert auf. Winkte uns nun doch bald die goldene Freiheit und kein Stacheldrahtzaun. Schon von weitem begrüßten uns die Pflegeſchweſtern von den Lazarettſchiffen und Tränen ſtiegen in unſere Augen, deren wir uns nicht ſchämten. Unter brauſendem Hurra legte unſer Boot, welches im Vergleich zu den großen Schiffen eine Nußſchale war, an den hol⸗
ländiſchen Schiffen an. Der Empfang war ſehr herzlich,“ hatten wir doch keine Engländer mehr vor uns, ſondern Angehörige vom holländiſchen„Roten Krenz“.
Es war etwa gegen 11 Uhr morgens, als wir das Schiff betraten, das den Namen„Königin Regentes“ führte und ungefähr 300 Mann an Bord nahm, wovon die eine
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