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ſatt zu werden, hätte man jedoch 3— 4 Mal ſoviel bekommen müſſen. Die paar freien Stunden waren ſchnell dahin. Sie wurden verfriehin durch Briefeſchreiben oder ſonſt dergleichen. Man begab ſich auch ſchon früh zur Ruhe. 14 Tage arbeiteten wir an den Wegen des Lagers, dann wurde uns eine neue Arbeitsſtätte Fugewieſen, Sie lag jenſeits am anderen Ufer des Sees. Schönes Wetter hatten wir bis dahin noch nicht. Portwahrend war es regneriſch und ſtürmiſch. An einer kleinen Landungsbrücke warteten morgens einige Motorboote mit Kähnen, die früher als Rettungsboote gedient hatten, im Sch lepptan, Die Boote wurden voll gepfropft mit etwa 60—70 Mann. Die Überfahrt geſtaltete ſich ſehr gefährlich, da durch heftige Stürme der See ſehr unruhig war. Trotz Proteſtes von Seiten unſerer Vorgeſetzten mußten wir hinüber fahren. Die Boote wurden dann von den Wellen hin⸗ und herge⸗ worfen. Mich wundert heute noch, daß nichts paſſierte. Abends jedoch kam es den Engländern nicht ſo genau darauf an, um welche Zeit wir nach Hanſe kamen. Ent⸗ weder waren die Motorboote nicht da, oder der Motor funktionierte nicht, irgend etwas war immer. Wir waren ungefähr 800 Mann, die hier an dieſer Stelle arbeiteten. Diejenigen, die bereits übergefahren waren, mußten auf die anderen warten, es durfte regnen, wie es woll te So wurde es denn ſchließlich 7 ½— 8 Uhr, bis wir am Lager anlangten.
So ging es Tag für Tag. Noch immer wurden unſere zerriſſenen Schuhe und Wäſche vom Engländer nicht erſetzt. Man kam Tag für Tag völlig durchnäßt nach
Hauſe. Viele wurden dadurch krank. Sie mußten aber


