bekommen. Ich kann dies hiermit beſtätigen, da ich ſelbſt einen Verwundeten, dem der Finger abgeſchnitten wurde, verband. Wir wurden nun abtransportiert. Die engliſchen Gräben waren überfüllt mit Toten und die ungeheuerliche Maſſe an Reſerven zeigte uns, was für eine Übermacht uns gegenüber ſtand. Die deutſche Artillerie brachte hier den Engländern ſchwere Verluſte bei.
Von allen Seiten gut bewacht, marſchierten wir dem nächſten Dorfe zu, welches ich aber nicht mehr mit Namen weiß. Von hier aus mußten wir, trotz des Proteſtes, der von Seiten der deutſchen Offiziere erfolgte, Munition (Minen) vortragen. Sogar Verwundete mußten dabei behilflich ſein. An den Kampfſtellungen wieder angelangt, gerieten wir in das deutſche Artilleriefeuer, das Tod und Verderben bringend auf uns herniederſauſte. Links am Wege war ein großes Maſſengrab. Hunderte von toten Engländern lagen darin oder in der Nähe. Hier konnte man wenigſtens ſehen, welche blutige Opfer dieſe Schlacht den Engtänder gekoſtet hatte. Wir marſchierten wieder zu⸗ rück. Die Verwundeten wurden auf Autos und Wagen geladen und nach dem Städtchen Albert verbracht. Wir Unverwundeten wurden dann in einem kleinen Sammel⸗ lager unter freiem Himmel untergebracht. Das Sanitäts⸗ perſonal wurde auf eine größere Verbandsſtelle geführt, wo wir gefangene deutſche Verwundete verbinden durften, was wir ſelbſtverſtändlich mit großer Freude taten. Die meiſten trugen ihren Verband ſchon 3—4 Tage, ohne daß er erneuert wurde. Die engliſchen ÄArzte ſelbſt nahmen uns unſere Taſchenmeſſer, ſowie Beſtecke ab. Dann kamen wir wieder zu unſeren anderen Kameraden zurück.
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