Jahrgang 
1925
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Für die Elternabende, die anfangs eine sehr gute Beteiligung fanden und oft rege Aussprache zeitigten, hatte das Interesse sehr abgenommen. Es fand in diesem Jahre eine Versammlung statt(siehe S. 25).

In den letzten Jahren sind der Anstalt von der Elternschaft, von früheren Schülern und anderen Gönnern wertvolle Geschenke an Büchern, Lehrmitteln und Geld gemacht worden. Auch wird von drei Herren das Schulgeld für wenig bemittelte Schüler bezahlt. Allen sei an dieser Stelle der herzlichste Dank ausgesprochen! Besonders zu nennen unter den gütigen Spendern sind, soweit dies nicht schon an anderer Stelle geschehen ist, die Herren: Oberregierungsrat Berger, Geheimer Baurat Berninger, Staatsanwaltschaftsrat Chelius, Rittmeister Eberhardt, Justizrat Gessert, Ober- schullehrer Hagelauer, Oberbürgermeister Dr. v. Ibell, Direktor Kiel, Gebrüder Köster, Professor Leiss, Geheimer Studienrat Professor Dr. Lohr, Mansolff in New-Vork, Oberregierungsrat Dr. Paehler, Rechtsanwalt Raabe, Landgerichtsrat Dr. Ramdohr, Dr. Schellenberg, Studienrat Schnell, Dr. Schoeneseiffen, Finanzrat Wirkan.

V. Verschiedenes. a) Die Schulgchäudc.

Das Schulgebäude liegt am Luisenplatz, der den Schülern gemeinsam mit denen des staatlichen Realgymnasiums als Schulhof dienen muss. Das führté von jeher leicht zu Unzuträglichkeiten. Auch eignet sich der Platz nicht zum Spielen. Trotzdem in letzter Zeit manches durch die Stadt an der Verbesserung des Platzes geschehen ist, konnte die Staubplage nicht beseitigt werden.

Das Gebäude selbst befindet sich im schlechten baulichen Zustande, weshalb schon vor dem Kriege ein Neubau in Aussicht genommen war. Zwar ist im letzten Jahre der äussere Anstrich erneuert, aber im Inneren mangelt es noch an Vielem. Der Fussboden ist schlecht, eine ganze Anzahl von Klassen bedarf der Erneuerung des Anstriches. Die Ofenheizung zeigt viele Mängel. Drei neue Oefen sind beschafft, weitere müssen beschafft werden. Auf den Treppen und Fluren, sowie in der Aula und im Zeichensaale ist im Berichtsjahre elektrisches Licht angelegt. Wir hoffen, dass in diesem Jahre auch die Klassenzimmer angeschlossen werden.

Es mangelt uns an Raum. Die Lehrerbibliothek ist in fünf verschiedenen Räumen höchst notdürftig untergebracht, so dass die Einbände durch Schimmel vielfach Schaden leiden. Auch die Sammlungen können nicht so untergebracht werden, wie es notwendig ist. Schränke stehen auf den staubigen Fluren und auf der Aula. Ein Eltern-Sprech- zimmer fehlt ganz. Das ganze Gebäude entspricht nicht den modernen Anforderungen an die Hygiene.

In der Turnhalle, die hinter dem Hause Luisenstrasse 35 steht, ist der Bodenbelag nicht gut. Der kleine Hofraum vor der Halle ist als Spielplatz viel zu klein.

b) Lehr- und Lernmiſicl.

Naturgemäß hatten die Lehr- und Lernmittel unter der Ungunst der Nachkriegszeit sehr schwer zu leiden. Nachdem etwa wieder geordnete Verhältnisse eingetreten sind, waren wir zunächst darauf bedacht, die vorhandenen Schäden auszubessern. Zu Neu- anschaffungen waren infolgedessen nur wenig Mittel vorhanden.

a) Die Lehrerbibliothek. Neu angeschafft wurden: Wagner, Geographisches Jahrbuch, Bd. 39, 1919 23; Zühlke, Politische Mathematiki Birt, Römische Charakter- köpfe; Birt, Charakterbilder Spätroms; Diels, Antike Technik; Groebe, Handbuch für den Geschichtsunterricht III und IV; Wrede, Rheinische Volkskunde; Statistisches