Jahrgang 
1925
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die Beschaffung der Bücher den Eltern zu ersparen. Es wird gebeten, der Hilfsbücherei beim Abgange von der Schule überflüssige Bücher zur Verfügung zu stellen.

Das Vermögen der 6 Anstaltsstiftungen ist infolge der Geldentwertung fast gänzlich verloren. Der Kapitalbestand der einzelnen Stiftungen vor dem Währungsverfall war folgender:

1. Otto-Stiftung....... 6 387 M. mit 195 M. Zinsen 2. Werner-Stiftung...... 4 356 155 3. August-Stiftung...... 41 922 1 820, 4. Lohr.-Stiftung..... 25 050 988 5. Kriegergedächtnis-Stiftung.. 7 115 135 9 6. Spielplatz-Stiftung..... 2 754 78.

Das Zinsenaufkommen sämtlicher Stiftungen, mit Ausnahme der letzten, wurde früher bestimmungsgemäß zur Unterstützung bedürftiger Schüler der Anstalt verwendet. Wir wünschen, dass jeder der vorstehenden Stiftungen durch das Aufwertungsgesetz ein neuer Grundstock gegeben wird, der durch Spenden gütiger Geber vermehrt seine alte Grösse bald wieder erreicht und damit der Wohltätigkeit dienen kann.

k) Berufsberafung.

Im allgemeinen wird das Kollegium selten um Rat angegangen wegen der Berufs- wahl der Schüler. Daher seien die Eltern nachdrücklich auf diese Einrichtung der Schule hingewiesen, da es jetzt besonders wichtig ist, dass jeder junge Mann in der Stelle Ver- wendung findet, die seinen Fähigkeiten und Neigungen am meisten entspricht. Der Vertreter des Kollegiums in der städt. Beratungsstelle für die Berufswahl ist Studienrat Spatz. Durch persönliche Beziehungen der Kollegen gelang es, die mit dem Zeugnisse für Obersekunda abgehenden Schüler in geeigneten Stellen unterzubringen.

IV. Der Elternbeirat und seine Betätiguns.

Zwischen dem Elternbeirat und dem Lehrerkollegium bestanden wie bislang stets enge und harmonische Beziehungen. In seinen Sitzungen nahm er zu verschiedenen Fragen des Schullebens Stellung und bewies das regste Interesse für den äusseren und inneren Ausbau der Anstalt. Am Schlusse des vorletzten Schuljahres hatte er eine Sammlung angeregt für die verschiedenen Bedürfnisse der Schule. Diese ergab die Summe von 486 Mark, die für die Lehrer- und Schülerbibliothek, sowie für das Turnen Verwendung fanden. Der Umwandlung der Klassen des Reformgymnasiums in solche des Reformrealgymnasiums stimmte er mit der Maßsgabe zu, dass, sobald die Anmeldungen für das humanistische Gymnasium wieder zahlreicher würden, die realgymnasiastischen Klassen verschwinden sollten. Ferner wurde über Berufsberatung, über den zu starken Besuch von Kinos und Theater von seiten der Schüler und dergleichen gesprochen. Der Elternbund wurde wieder erneuert, dessen Beiträge(1 Mark jährlich) auch z. T. für die Zwecke der Schule Verwendung finden sollen. Auch wurde der Anschluss an den Reichs- und Provinzialelternbund hergestellt. Der Elternbeirat ist gleichzeitig Vorstand des Elternbundes.

Mitglieder des Elternbeirates sind: Schüssler, Pfarrer, Vorsitzender; Ritter, Druckereibesitzer, stellvertretender Vorsitzender; Brendel, Bauinspektor, Schatzmeister; Berkessel, Magistrats-Obersekretär, Schriftführer; Kempf, Rektor; Frau Missions- inspektor Held; Dr. Milch, Rechtsanwalt; Frau Oberlandesgerichtsrat Kadjien, Reich- mann, Rittmeister a. D.