Jahrgang 
1925
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Behandlung(jedoch längstens auf die Dauer eines Jahres) die Kosten des Heilverfahrens bis zum Betrage von täglich 5 Mark.

Auch ein kleines Schüler-Orchester ist wieder eingerichtet, das unter Leitung des Unterprimaners Carl Schmidt wöchentlich einmal übte und zum ersten Male bei der feierlichen Entlassung der Abiturienten eine erfreuliche Probe seines Könnens ablegte.

Bereits im Winter 1913/14 war auf Anregung des damaligen Direktors des Gym- nasiums, Dr. Thamm, ein Verein ehemaliger Schüler des Gymnasiums gegründet worden. Der Krieg machte der Werbung und dem Wirken des Vereins ein Ende. 4

Nach dem Kriege wurde das Interesse neu belebt. Es erschienen drei Hefte Mitteilungen und fanden Zusammenkünfte statt. Durch die Folgen der Inflation und des Jahres 1923 kam das Vereinsleben erneut zum Erliegen.

In den grossen Studentenferien wird eine Generalversammlung stattfinden, welche über die neu festzusetzenden Beiträge und Aufnahme der Pflege des humanistischen Bildungsziels als Vereinsaufgabe beschliessen wird.

Alle ehemaligen Schüler, deren Anschriften dem Verein noch nicht bekannt sind, werden gebeten, sie Herrn H. Fendel, Luxemburgstrasse 11, in Wiesbaden mitzu- teilen, damit sie Einladungen erhalten.

Der Vorstand besteht aus den Herren: Justizrat Siebert, Dr. med. Schellenberg, Dr. J. Ochs, Dr. med. Trimborn, Buchdruckereibesitzer Ritter, Landgerichtsrat Dr. Rahmdohr, Sanitätsrat Dr. Seyberth und H. Fendel in Wiesbaden, sowie Dr. Müller-Gastell in Eltville und Rechtsanwalt Dr. Lucas in Düsseldorf.

Der Gesundheitszustand der Schüler war nicht immer befriedigend. Im Winter fehlten öfter in den unteren Klassen 8 10 Schüler an einem Tage. Eine schulärztliche Beaufsichtigung fand nicht statt. Einen braven, hoffnungsvollen Schüler, den Untersekundaner Alfred Schön verloren wir durch den Tod.

Die sogenannte Quäkerspeisung wurde im Sommerhalbjahr fortgesetzt. Nachdem dann die Gesellschaft der Quäker die Zuteilung von Lebensmitteln eingestellt hatte, wurde die Kinderspeisung vom 20. Oktober 1924 bis zum Schlusse des Schuljahres aus Mitteln der Stadt Wiesbaden durchgeführt. Es nahmen 64 Schüler daran teil.

1) Schulgeld, Freistellen, Hilisbückherci, Sfiffungen.

Der Schulgeldsatz betrug für den Monat ab 1. Mai 1924 10. RM. im April noch 6. RM., die Aufnahmegebühr 5. RM. Dem Erziehungsberechtigten, der mehrere Kinder höhere Lehranstalten oder Hochschulen besuchen lässt, wird eine Ermäßigung des gültigen Schulgeldsatzes zuteil und zwar bei dem zweiten Kinde eine solche von 25%(im Monat April 1924 10%), bei dem dritten Kinde von 50%, jedes weitere Kind ist schulgeldfrei. Neben diesen gesetzlichen Ermäßigungen wurden würdigen und bedürftigen Schülern bis zu 10% Freistellen gewährt. Es konnten in diesem Jahre 29 ganze und 7 halbe Freistellen vergeben werden. Von der im Schuljahre 1924,25 sich auf 42 131. RM. belaufenden Gesamtschulgeldeinnahme wurden 3 121.58 R M. für Einrichtung und Vermehrung der Hilfsbücherei verausgabt.

In der Hilfsbücherei wurde zunächst die Instandsetzung der beschädigten Bücher planmäßig fortgesetzt. Die dabei entstehenden grossen Ausfälle(Kriegspapier usw.) wurden zum Teil durch Stiftungen der Schüler ausgeglichen.

Von dem Augenblick an, wo die Einführung der Reform auch im besetzten Gebiet feststand, trat die Anschaffung der neuen Lehrbücher in den Vordergrund. Daneben wurden in umfangreichem Mafe Schriftsteller der alten und neuen Sprachen, sowie Quellen- bücher für den geschichtlichen und Atlanten für den geographischen Unterricht angeschafft.

Den an sie gestellten Anforderungen konnte die Hilfsbücherei im allgemeinen gerecht werden. Sie hat so ihr gutes Teil dazu beigetragen, die erheblichen Kosten für