Jahrgang 
1898
Einzelbild herunterladen

Uebersetzungen deutscher Erzählungen ins Französische. Gewöhnlich alle 14 Tage ein Extemporale.

Englisch, 4 Stunden wöchtl.

Gelesen wurde im Sommer: Ascott R. Hope, English Schoolbog Lofe, im Winter: Stücke aus Lüdekings Englischem Lesebuche. Im An- schluss daran und unter Benutzung der An- schauung Sprechübungen. Syntax des Artikels, des Substantivs, Adjektivs. Pronomens, Adverbs und der wichtigeren Präpostionen. Wieder- holung der Formenlehre sowie der Syntax des Verbs, nebst Uebungen im Uebersetzen aus dem Deutschen, von Ostern 1897 an nach Kares' Kurzem Lehrgang der englischen Sprache § 35 65. Alle 14 Tage eine schriftliche

Arbeit: Diktate, Antworten auf englische Fragen,

freie Arbeiten. Im Winter nur Uebersetzungen aus dem Deutschen. Wiederholung englischer Gedichte.

Geschichte, 2 Stunden wöchtl.

Deutsche und preussische Geschichte vom Regierungsantritt Friedrich des Grossen bis auf die Gegenwart. Die aussereuropäische Geschichte nur soweit als sie für die deutsche und brandenburg-preussische Geschichte zum Verständnis notwendig ist. Friedrich der Grosse, die französische Revolution, Napoleon I., ins- besondere in seinem Verhältnis zu Deutschland, das Unglück und die Erhebung Preussens, die Befreiungskriege, die innere Umgestaltung Preussens, die Neuordnung der politischen Ver- hältnisse Deutschlands 1815, die Bemühungen und Herstellung, des Zollvereins und einer grösseren Nationaleinheit, die Thaten Kaiser Wilhelm I. und Gründung des Deutschen Reiches. Im Anschlusse an die vaterländische Geschichte und die Lebensbilder der betreff. Herrscher, vergleichende Berücksichtigung unserer gesell- schaftlichen und wirtschaftlichen Entwickelung bis 1888 unter Hervorhebung der Verdienste der Hohenzollern, insbesondere um die Hebung des Bauern-, Bürger- und Arbeiterstandes.

Andräe, Weltgeschichte.

Erdkunde, 2 Stunden wöchtl.

Wiederholung der Erdkunde Europas. Ent- werfen von einfachen Kartenskizzen an der Wandtafel und in Heften. Deutschland, Kolo-

nien. Dazu die bekanntesten Verkehrs- und Handelswege der Jetztzeit. v. Seidlitz, Geographie, Ausgabe B.

Mathematik, 5 Stunden wöchtl.

Arithmetik und Algebra: Das Wich- tigste über Begrift und Anwendung des Loga- rithmus, nebst Uebungen im logarithmischen Rechnen. Quadratische Gleichungen mit 1, 2 und Unbekannten.

Heis, Sammlung§§ 56 59 a,§ 71.

Anfangsgründe der Trigonometrie und Berechnung von Dreiecken.

Die notwendigsten stereometrischen Sätze über Ebenen und Grade. Berechnung der Volumina von Körpern. Repetition der planimetrischen Lehrsätze und deren Verwertung bei der Lösung von Aufgaben.

Lehrbuch: Lieber u. Lühmann, Planimetrie.

Naturwissenschaften, 5 Stunden wöchtl.

In den ersten Wochen des Schuljahres Einiges aus der Anatomie und Physiologie der Pflanzen.

Der Unterrichtsstoff wird, mit Ausnahme einiger Erweiterungen, dem Leitfaden der Phy- sik und Chemie von A. Sattler entnommen und, so weit thunlich, mathematisch begründet, insbesondere bei der Mechanik und der Lehre vom Licht. So ist in der Physik durchzu- nehmen: Schwerkraft, Ebbe und Flut, Schwer- punkt, Hebelarten, Wage, Decimalwage u. dgl. Die Fallgesetze, Wurf, Centralbewegung, Pendel- gesetze, Anwendung des Pendels. Spezifisches Gewicht, Haarröhrchenanziehung, Barometer, hydrostatische Presse; der Schall; Dampf- maschine, die wässerigen Lufterscheinungen. Wesen der Wärme. Das Licht: Selbstleuchtende Körper, Fortpflanzung des Lichts, Lichtstärke, Zurückwerfung und Brechung, optische Instru- mente, totale Reflexion. Wesen des Lichts. Magne- tismus und Elektricität in ihren gegenseitigen Beziehungen. Galvanismus. Telegraphie. Tele- phon. Induktion. Dynamomaschine. Elektrophor.

Chemie: Element, Molekül, Basis, Säure, Salz, Sauerstoff, Wasserstoff, Stickstoff, Chlor, Jod, Kohle, Kohlenoxyd, Kohlensäure, Gas- beleuchtung, Verbrennung, Arsen, Kalium, Natrium.

Mineralogie: Kenntnis eines Krystall- systems und der verbreitetsten Mineralien.