Jahrgang 
1898
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c) Uebersicht über die im abgelaufenen Schuljahr absolvierten Pensen.

Prima. Religion, 2 Stunden wöchtl. A. Sommer-Semester.

I. Quartal.

a) Bibellesen: Math. 28; Mark. 16; Lucas 24; Johann. 19. Abschnitte aus der Apostelgeschichte; Bibelkunde des Alten Testam.

b) Katechismus: Wiederholung des ersten Hauptstückes und der dazu gehöõrigen, früher gelernten Sprüche; Aufzeigung der inneren Gliederung.

c) Lieder: Gesangbuch Nr. 97, 106, 128, 131 werden wiederholt; dgl. Psalm 1 und 23.

2. Quartal.

a) Bibellesen: Abschnitte aus dem Alten Testamente; messianische Weissagungen und mess. Psalmen; Hiob.

b) Katechismus: Wiederholung des zweiten Hauptstückes Artikel 1 und 2 und der früher gelernten Sprüche; Aufzeigung der inneren Gliederung.

c) Lieder: Gesangbuch Nr. 279, 304, 308, 377, 415 werden wiederholt; Psalm 90.

3. Quurtal.

a) Bibellesen: Das Evangelium Lucas; Bibelkunde des Neuen Testam.

b) Katechismus: Wiederholung des zweiten Hauptstückes Artikel 3, und des dritten Hauptstückes und der betreff. Sprüche. Auf- zeignng der inneren Gliederung.

c) Lieder: Gesangbuch Nr. 141, 145, 333, 347, 28, 25 werden wiederholt; Psalm 103.

4. OQuartal.

a) Bibellesen: Fortsetzung des Evang. Lucas und Abschnitte aus den Briefen Pauli, Petri, Jacobi und Johannis.

b) Katechismus: Wiederholung des Wortlautes vom vierten und fünften Haupt- stück und der bezügl. Sprüche. Aufzeigung der inneren Gliederung.

c) Lieder: Gesangbuch Nr. 52 einzelne Verse, 72; 178, 199.

Deutsch, 3 Stunden wöchtl.

Praktische Anleitung zur Aufsatzbildung durch Uebungen in Auffindung des Stoffs und Ordnung desselben in der Klasse; auch Auf- sätze abhandelnder Art, Klassenarbeiten ab- wechselnd mit häuslichen Aufgaben, alle 4 Wochen.

Themata der Aufsätze im Sommersemester:

1. Wie leitet der erste Aufzug in Schillers Wilhelm Tell ein? 2. Die Vorgeschichte des Rütlibundes(Kl.arbeit). 3. Beschreibung der St. Elisabethkirche. 4. Patroklos vor Troja. 5. Das letzte Jahr des siebenjährigen Krieges (Kl. arbeit). 6. Wie wurden Werner und Franziska ein Paar? 7. Welche Umstände haben die Bewohner des linken Rheinufers zur Flucht veranlasst?(Kl. arbeit). 8. Die Formen der französischen Regierung von 17891804. 9. Wie entzweit sich Hermann mit seinem Vater(Kl. arbeit). 10. Prüfungsarbeit.

Lektüre: G. Schillers Wilhelm Tell. Les- sings Minna von Barnhelm. W. Goethes Her- mann und Dorothea. Ausgewählte Prosastücke aus Hopf und Paulsieks Lesebuch.

Das Wichtigste aus der Metrik und Poetik, wie aus dem Leben der hervorragenden Dichter im Anschluss an die Lektüre. Das Ergänzende aus der Grammatik im Anschluss an die Lektüre und Aufsatz.

Auswendiglernen von Dichterstellen und erste Versuche im Vortrage eigener Ausarbeitungen über Gelesenes.

Lesebuch von Hopf und Paulsiek(Muff).

Französisch, 4 Stunden wöchtl.

Gelesen werden schwerere Erzählungen, Beschreibungen und Gedichte. Sprechübungen über den Lesestoff sowie über die Verfasser desselben. Vorkommnisse im täglichen Leben, die einzelnen Teile, Gebäude und Einrichtungen einer Stadt und ihrer Umgebung werden auch besprochen. Wiederholung der ganzen Gram- matik unter besonderer Berücksichtigung der Präpositionen. Besprechung der Rection der Verben, der Syntax des Adverbs, der Für- wörter. Die schriftlichen Arbeiten bestehen in Diktaten, grammatischen Uebungen und