Zeichnen, 2, bezw. 4 Stunden wöchtl.
Freihandzeichnen 2 Stunden wöchtl. Zeichnen nach plastischen Ornamenten im Umriss und mit Rücksicht auf die Beleuchtung.
Ausführungen von Zeichnungen nach der Natur und kunstgewerblichen Gegenständen; nach Muscheln, Früchten, Blumen, Pflanzen.
Linearzeichnen, 2 Stunden wöchtl., wahlfrei: Geometrisches Darstellen einfacher, regulärer Körper in verschiedenen Lagen. Hori- zontal- und Vertikalprojectionen.
Sekunda.
Religion, 2 Stunden wöchtl.
Das Reich Gottes im Neuen Testa- mente; Lesung entsprechender biblischer Ab- schnitte. Eingehend die Bergpredigt, auch Gleichnisse. Die Geburts- und Leidensgeschichte Jesu nach Matthäus. Sicherung der erworbenen Kenntnis des Katechismus und des in den vorhergegangenen Klassen angeeigneten Spruch- und Liederschatzes; neu 333, 347, 178, 199. Erklärung einiger Psalmen; gelernt Psalm 1, 23, 90 Vers 1— 12, 13—17; 103.
Reformationsgeschichte im Anschluss an ein Lebensbild Luthers.
Deutsch, 4 Stunden wöchtl.
Häusliche Aufsätze alle vier Wochen, abwechselnd mit Klassenarbeiten; dazu Berichte über Selbsterlebtes, auch in Briefform. Im allgemeinen wie in Tertia unter allmählichem Hervortreten der poetischen Lektüre vor der prosaischen mit Benutzung von Muffs Lese- buch. Lyrisches und Dramatisches(insbesondere Schillers Glocke und Homers Ilias, bezw. Odysee) unter Anknüpfung weiterer induktiv zu behan- delnder Belehrungen aus der Poetik und Rhe- torik. Auswendiglernen und Vortragen von Gedichten und Dichterstellen(Schiller, Uhland, Goethe u. A.). Vergl. Kanon der auswendig zu lernenden Gedichte.
Aufsatzthemata: Im Sommer: 1.„Nie- mand ist vor seinem Tode glücklich“, nach- zuweisen am Schicksal des Polykrates.— 2. Geschichte des Hauses Edenhall.— 3. Wie bezwingt der Ritter Gozon den Drachen?(Kl.-
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arbeit).— 4. Die Ankunft des Odysseus auf der Insel der Phäaken.— 5. Der Gedanken- gang im 7. Abschnitt von Schillers Glocke. (Kl. arbeit).
Im Winter: 6. Die Treue bis in den Tod, verherrlicht durch Goethe und Schiller.— 7. Die Schicksale des Schiffbrüchigen auf Salas y Ganaz(Kl. arbeit).— 8. Herwigs von Seeland Verlobung mit Gudrun.— 9. Wie die Mark Bran- denburg an die Hohenzollern kam(Kl.arbeit). — 10. Welche bildliche Darstellungen schmücken den Schild des Achilleus?
Französisch, 4 Stunden wöchtl.
Uebersetzen und Lesen mittelschwerer ge- schichtlicher Erzählungen. Beschreibungen, Briefe und Gedichte aus Plötz' Chrestomathie mit Sprechübungen in Verbindung mit dem Lesestoff. Mündliche resp. schriftliche Wieder- gabe vorerzählter kurzer Geschichten oder be- sprochener Briefe. Sprechübungen über den Wald, das Feld, sowie deren Bewohner etc. In der Grammatik; Wiederholung des gram- matischen Stoffes der früheren Klassen, nament- lich der Conjugative und der Pronominas, Er- weiterung des Tertia-Pensums durch eingehende Besprechung der schwierigeren Fälle bei der Anwendung des Conjunktivs, Infinitivs und der Participien, die wichtigsten Regeln von der Wortstellung, der Syntax des Artikels. Lektion 37— 44 und 52— 61. Gewöhnlich alle 14 Tage ein Extemporale ins Reinheft: Uebersetzungen, Diktate, Erzählungen. Jedes Quartal wird ein Gedicht memoriert. Lehrbuch: Plötz-Kares'
französ. Grammatik.
Englisch, 4 Stunden wöchtl.
Gelesen werden ausgewählte Stücke aus Lüdekings englischem Lesebuche. Im Anschluss daran und unter Benutzung des Hölzel'schen Stadtbildes Sprechübungen. Wiederholung der Formenlehre, Syntax des Verbs(Gerundium, Particip, Infinitiv. Gebrauch der Zeiten) mit Benutzung von Kares' kurzem Lehrbuch der englischen Sprache(§ 1— 34). Uebung im Vor- tragen auswendig gelernter Gedichte. Alle 14 Tage eine schriftliche Arbeit ins Reine: Uebersetzungen und Diktate, freie Beantwortung englischer Fragen; Uebungen nach gramma- tischen Gesichtspunkten.


