Jahrgang 
1882
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auch wohl plastischer zu machen. Wir erklären also oee αινρν dακevνresdie durch den Kampf der Frauen Gefallenen. Ebenso ist auch sεασάάmνος in§ερα απαο Ag. 1490 und§49½ 00. dycveg Ch. 710 auf seine active Bedeutung zurückzuführen, wie schon Todt richtig annahm, alsodurch das Schwert tötend, Schwertestod, Schwertkampf. 8iραοσοο ůmνε ib. 571. eνε⁶ςωοωιυτνέιι*) Aloν φαωα* männertötendes Verderben von Ilion, der Männer von Ilion, oder.⁵⁴ auf den wirklichen und logischen Gen. zugleich zu beziehen. Ag. 778. mεεντοοdmQᷣĩάᷣe Schmerzen des Stachels, in Folge des Wahnsinnstachels. Suppl. 545. TEOOG0ν εαας Vogelgestalt. Ag. 1101. 9 άοι ᷣες Götterfüſse. Fr. 224.

C. Die sogenannte hypallage oder traiectio epitheti.

In den vorhergehenden Blättern sahen wir, daſs die Vertretung eines Genetivverhältnisses durch ein meist zusammengesetztes Adjectivum zum Teil schon in dem Ursprung der Formen begründet erscheint. Andererseits muſsten wir zugeben, daſs in vielen Fällen der Personification, diesem plastischen Mittel der Veranschaulichung, mitwirkende Kraft zuzuschreiben sei. Dieser Sprachgebrauch wird nun um so auffallender, wenn wir neben diesem attributiven Satzverhältnisse noch einen Genetiv haben, zu welchem logisch jenes Adjectiv gehört, ohne daſs dasselbe seine Stellung bei dem regierenden Substantiv aufgiebt. Daſs diese Ausdrucksweise alle seither be- handelten Fälle an Kühnheit übertrifft und fast allen grammatisch-logischen Gesetzen zuwider- zulaufen scheint, wer wollte das leugnen? Ist es nicht eine höchst auffallende sprachliche Er- scheinung, wenn wir Sept. 157 lesen: Alere αοονέιωναωυν ειαοοεmνοωα rdhört die hände- ringenden Bitten der Jungfrauen? Hinderte doch in derartigen Fällen weder das Metrum noch sonst irgend etwas xεαοοεναωων zu schreiben!

Es bleibt uns demnach zur Erklärung dieses einzig in seiner Art dastehenden Sprach- gebrauchs, der schon frühe Aenderungen in den Handschriften herbeigeführt hat, Nichts übrig, als sein Vorkommen zu constatieren und seine kühneren Gebilde vielleicht auf einfachere, schon Homer nicht fremde Verbindungen zurückzuführen, welche einem die Sprache durch alle denk- baren Mittel mit hohem Inhalte erfüllenden Dichter nur willkommen sein mufsten, um über das Einfache, Selbstverständliche hinauszugehen.

So kann man wohl annehmen, daſs in homerischen Verbindungen wie I 402: Trrπασρ ⁸αeεα d⁴eονα u. a. das regierende Substantiv mit dem abhängigen Genetiv einen Gesamtbegriff bildet, welcher nur in breiter, versinnlichender Weise den einfachen Ausdruck umschreibt, und daſs demnach das Epitheton, welches die Wahl hat, da es streng genommen zu den beiden Begriffen gehört, die Beziehung auf das grammatisch höher stehende Wort wählt. Aber in Verbin- dungen wie Xεαοοτυνο μτ αα³οεεςυαω» läſst sich doch wohl dieses Princip nicht erkennen**).

Ich scheide demnach diese Erscheinungen in folgende Kategorieen:

*) Ueber den activen Gebrauch von Suffix ta rο, verkürzt z,gesteigert ry vgl. G. Meyer, in Curt. Stud. V, 103 105..

*4) Vgl. Lobeck ad Soph. Ai. p. 72 ff.