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Sommer. Winter. Erſte Klaſſe. Curnen(2 St.), geſang(2 St.) und Religion(1 St.) ſiehe III. Deutſch und Keſchichte, wöchentlich 6 Stunden.
Neuere Geſchichte 1786—1815.— Neuere Geſchichte von 1815 bis zur Aus der Litteratur: Göthe(Hermann und Gegenwart.— Das Wichtigſte aus der Litte⸗ Dorothea), Schiller und die Dichter des Be⸗ ratur dieſer Zeit, insbeſondere von Uhland freiungskrieges. und Geibel.
Metrik und Poetik im Anſchluß an die Lektüre; Grammatik im Anſchluß an die ſchrift⸗ lichen Arbeiten, in jedem Halbjahr 5 Diktate und 5 Aufſätze zur Korrektur.
Franzöſiſch, 4 St. Lektüre: Chuquet, la guerre de 1870—71, mit Präparation der Schüler aus einem Wörterbuch. Im Anſchluß daran das wichtigſte aus der Tempus-, Modus— und Wortſtellungslehre. In jedem Halbjahr 5 Überſetzungen aus dem Franzöſiſchen ins Deutſche und 5 aus dem Deutſchen ins Franzöſiſche, meiſt als Klaſſenarbeit, zur Korrektur.
Erdkunde, wöchentlich 2 Stunden.
Mathematiſche Geographie(Matzat, Erd- kunde V, 1).
Spezieller Pſfanzenbau, 3 St. in engem An⸗ ſchluß an die Arbeiten im Verſuchsfelde. Der Anbau der wichtigſten Kulturpflanzen. Es werden behandelt: Die Halmfrüchte: Wei⸗ zen, Roggen, Hafer, Gerſte, Mais(kürzer: Buchweizen). Die Hülſenfrüchte: Erbſe, Bohne(kürzer: Wicke, Linſe, Lupine). Die Knollen⸗ und Wurzelgewächſe: Kar⸗ toffel(kürzer: Topinambur), Runkelrübe bezw. Zuckerrübe,(kürzer: Kohlrübe, Waſſerrübe, Möhre.) Die Futterpflanzen: Rotklee, Luzerne,(kürzer: Inkarnatklee, Weißklee, Ba⸗ ſtardklee, Hopfenklee, Steinklee, Wundklee, Eſ⸗ parſette, Serradella, Platterbſe), Wickfutter (kürzer Spörgel, Senf), Futterkohl. Die Ol⸗ pflanzen: Raps(kürzer: Rübſen, Blrettich, Mohn, Sonnenblume). Die Geſpinſtpflan⸗ zen: Lein(kürzer: Hanf). Tabak. Hopfen. — Wieſenbau: Die Pflege der vorhandenen Wieſen. Bewäſſerung. Düngung. Eggen. Maß⸗ regeln zum Schutz gegen Näſſe, Witterungs⸗ ungunſt, Feinde aus der Tier⸗ und Pflanzen⸗ welt. Beſeitigung von Steinen, Geſtrüpp etc. Die Ernte. Bereitung von Dürrheu, Braun⸗ und Brennheu, Süß⸗ und Sauerheu. Erträge. Aufbewahren des Heus. Verbeſſerung ſchlech⸗ ter Wieſen. Neuanlage von Wieſen und Wei⸗ den.— 2 ſchriftliche Arbeiten zur Korrektur.
Betriehslehre, 6. St. Der Unterricht knüpft an an die Bewirtſchaftungsart in der näheren Umgegend Weilburgs und ſolcher Wirtſchaften entfernterer Gegenden, die allen oder einzel⸗ nen Schülern genauer bekannt ſind. Es kom⸗ men zur Behandlung: Die Feldſyſteme: Fel⸗ derwirtſchaft, Fruchtwechſelwirtſchaft, Gras⸗ wirtſchaft, Feldgraswirtſchaft, freie Wirtſchaft,
Allgemeine phyſikaliſche und ſtatiſtiſche Geo⸗
graphie(Matzat, Erdkunde V, 2 und 3).
Cierprodubtionslehre, 5 St. Fütterungs⸗ lehre. Die wichtigſten Futtermittel. Beſpro⸗ chen werden ihre Gewinnung, die äußeren Eigenſchaften, die chemiſche Zuſammenſetzung (Rohnährſtoffe; Verdaulichkeit, Verdauungs⸗ koefſizient; Futtertabellen), ihre Zubereitung (Maſchinen), ihre Wirkung für die verſchiede⸗ nen Tierarten und Nutzungszwecke, der Be⸗ darf. Nach dieſen Geſichtspunkten werden be⸗ handelt: Heu, Grünfutterarten, Stroh und Spreu, Körnerfrüchte, Wurzeln und Knollen, Abfälle und Produkte der Mühle, Brauerei, Brennerei, Stärke⸗, Zucker⸗ und lfabrik, tieriſche Abfälle und Produkte. Die Zuſam— menſetzung des täglichen Futters nach Tier⸗ art und Nutzungszweck. Fütterungsnormen (Nährſtoffverhältnis). Die Ernährung des Rindes auf der Weide und im Stalle. Die Ernährung des Pferdes, Schweines, Schafes. Ausführung von Futterberechnungen. Die Be⸗ ſchaffung der Futtermittel. Regeln beim An⸗ kauf von Futtermitteln; Nährwerteinheit, Ga⸗ rantie, Unterſuchung. Die Aufzucht der jungen Tiere, ihre Ernährung und Pflege.— Mol⸗ kereiweſen. Die Eigenſchaften und die Zuſammenſetzung normaler Kuhmilch. Ge⸗ winnung derſelben; Abſonderung im Euter. Einflüſſe auf Menge und Güte der Milch. Abweichend zuſammengeſetzte Milcharten; Kolo⸗ ſtrum, kranke Milch. Die Verwendung der Milch in der Wirtſchaft. Der Verkauf von Vollmilch. Verfälſchung der Milch. Milch⸗ unterſuchungsmethoden. Die Verarbeitung der Milch auf Butter. Die Rahmgewinnung. Aufrahmverfahren unter Benutzung der Schwer⸗ kraft und der Zentrifugalkraft. Rahm, Sauer⸗
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