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das Leſen nothwendig, auch Stellen, die gewöhnlich weniger beachtet werden, erhalten durch richtiges!Leſen eine höhere Bedeutung und werden in ein helleres Licht gerückt. Wenn wir z. B. den Anfang von E mit dem Schüler nur eilfertig überſetzen, was, da dieſe Verſe keine Schwierigkeiten bieten, leicht iſt, ſo entgeht uns ganz der eigenthümliche Bau der Verſe 35—83. Werden dieſe nämlich richtig geleſen, ſo ſehen wir eine Anzahl Strophen, und zwar 6,— allerdings nicht jede von gleicher Zeilenzahl— von denen eine jede mit einem beſonders merkbar ins Gehör fallenden Verſe, mit dem die Wirkung des Refrains erzielt wird, abſchließt. So
42: 500 d sd, Ads o rexe' àn“' ad**.
47: pens 6'˙ε 5X6y, rSc S'Apa e roe ev.
57: Jpurs pe, àpds rsö;s' En' abep.
68: õds 5'pur“ olnchac, ddvaroc de uty aeadO Pey.
75: ipucs d'y zovin, oTpe S'SAs Jaxlx 580500.
83: ENaße οερσαέ ddναατος ᷣα otpa arar¹.
Daher leſe man den Text gut und ausdrucksvoll,„damit den Schülern auch durch das Ohr eine lebendige Ahnung der antiken Sprachſchönheit und Sprachkunſt aufgeht.“*⁰)
Schließlich würden wir noch davon zu reden haben, wie durch eine verſtändig geleitete Lectüre des Homer auf den Charakter der Jugend eingewirkt und derſelben hierdurch eine werthvolle Mitgabe für das ganze Leben geſichert werden könne. Behauptet doch Horaz, 1¹) daß in den Gedichten des Homer die Lebensweisheit beſſer und anſchaulicher gelehrt werde, als in den Schriften der erſten Philoſophen, und nicht mit Unrecht war ſchon früher die Odyſſee wegen der in ihr vorherrſchenden verſtändigen und gleich⸗ ſam didaktiſchen Richtung als ein trefflicher Spiegel des Lebens bezeichnet worden.*²) Und ebenſo wie die Griechen ſich an den Geſtalten der Homeriſchen Helden begeiſterten und denſelben nachzueifern ſtrebten, ſo kann auch die jetzige Jugend in ihnen nachahmenswerthe Vorbilder zu Wort und That finden. Denn mag auch unſere moderne Anſchauungsweiſe ſich in vieler Beziehung von der jener Zeit unterſcheiden, jene Heroen werden uns glänzende und unübertreffliche Muſter der friſchen Thatkraft und des entſchloſſenen Handelns ſein und bleiben. Und dieſe kräftige Energie iſt um ſo bemerkenswerther, da die Homeriſche Weltanſchauung zuweilen einen wehmüthigen, ja ſelbſt düſteren Charakter an ſich trägt, wie dies ſowohl in Z 146 ff,,*³) wo die Sterblichen, die der Dichter als 3 α 0, deoi, 56„„ot bezeichnet, wegen ihrer Hinfälligkeit mit den leicht vergänglichen Blättern des Waldes verglichen werden, als auch ganz beſonders ſcharf in P 446, 447 zum Ausdruck kommt.¹) Dort heißt es:
„Denn nichts anderes wo iſt jammervoller auf Erden, Als der Menſch, von allem, was Leben haucht und ſich reget.“
7⁰) Genthe, S. 16. 71¹) Epist. I, 2, 3 ff. 7²) Aristot. Rhet. III, 3: r“* 0650021y 2a*⁴ àννρμοσασνοο Ʒiο xd⁴ τονπσντεεον. 13) oln s HöAXy Tevei, roin d zal&νιρ⁴ v. pöAa rA ev*' avοςαᷣ τάανν εεt, äAXa 2 9˙'A7) r1S96, Söst, Eaoς'rrirvsrat 7 (c àycv Tsveh, 7 BEy ꝓöet 7 d'àroXret. 74) 05 HLy Jâp i ob S0riy 5uGSSOy A»ο⸗ ndvroy, Soaœlα te Jata, Ent w'siet rs zal Eprei.


