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wie ſie groß und gewaltig ſich zeigten in anderen Dingen,³⁵) ſo auch groß, unbändig und maßlos waren in ihrer Leidenſchaft, ihrem Zorn, Haß und ihrer Rache. 36)
Nach 146 ff. erlegt Odyſſeus bei einem Gang durch die Inſel der Kirke einen gewaltigen Hirſch, den er mit großer Mühe zu ſeinem Schiffe heranſchleppt, worauf er ſeine Gefährten auffordert ſich ein Mahl zu bereiten. Dieſe, nachdem ſie das Thier mit Staunen betrachtet, machen ſich ans Werk und ver⸗ wenden, wie dies für jeden unbefangenen Leſer ſelbſtverſtändlich iſt, die von dem Führer mitgebrachte Jagdbeute. Kammers“) jedoch will aus den Worten v. 176 5%' 2y vn d0 S960ic Is öεςα τs ονννμ α BPGns und aus dem Umſtand, daß mit keinem Worte erwähnt ſei, daß man wirklich den Hirſch benutzt habe, ſowie aus v. 184 ſchließen, daß das Mahl aus den noch im Schiffe befindlichen Vorräthen bereitet worden ſei. Wer ſo erklärt, thut den Worten Gewalt an und berückſichtigt den Zuſammenhang nicht. Wozu ſoll denn eigentlich Odyſſeus den Hirſch, deſſen Anblick die Lebensgeiſter ſeiner Gefährten wieder erweckte, herbeigeſchafft haben? Daß dieſe friſchen Wildbraten nicht verſchmähten, läßt ſich aus ¹ 154 ff. erſehen und ferner würde die gewöhnliche Schiffskoſt nicht als 3αμ☚τςανα ⁊⁄ł 182 bezeichnet worden ſein. Unter der im Schiſſe noch vorhandnen Speiſe wird man wohl an Brot zu denken haben, das zum Hirſch⸗ braten nothwendig war. Daß dagegen die ſonſtigen Nahrungsmittel aufgezehrt ſein mochten, läßt ſich ſo⸗ wohl aus der großen Betrübniß der Gefährten ſchließen(v. 143), als auch aus dem Umſtande, daß ſie, ſeit ihrer Abfahrt von der Inſel des Aiolos alſo ſoweit ſich aus v. 29, 55, 81, 133, 42 vermuthen läßt, ſeit mehr als 30 Tagen, noch keine Gelegenheit gehabt hatten ihre Vorräthe zu erneuern. Daher erſcheint es geradezu undenkbar, daß ſie die friſche Speiſe nicht benutzt hätten.
Am nächſten Morgen nach dieſem Mahle beruft Odyſſeus eine Verſammlung und, nachdem er aus⸗ geſprochen, daß ſie ganz rathlos ſeien und nicht wüßten, in welchem Theile der Welt ſie ſich befänden, 3⁸) fährt er fort:
So laſſet uns ſchleunigſt erwägen, Ob noch ein anderer Ausweg erſinnbar. Ich glaub es mit nichten. ³u) Er berichtet dann weiter, daß er von einer Höhe aus in der Mitte der Inſel, auf welcher ſie ſich befänden, Rauch aufſteigen geſehen habe. Sofort nach dieſen Worten brechen die Gefährten in laute Klagen aus, die ihnen aber nichts helfen; denn es wird eine Theilung vorgenommen und die eine Hälfte der Mannſchaft zieht auf Kundſchaft landein⸗ wärts ab. Es fragt ſich nun, ob die oben angeführte Stelle wörtlich zu faſſen iſt oder nicht. Iſt das
35) Grote, Geſchichte Griechenlands, überſ. v. Meißner, Leipzig, 1850. 1ter Bd. S. 554.„Der Homeriſche Heros bekundet Tugenden und Schwächen, Wuth und Mitleiden, mit derſelben Geradheit und einfach geiſtigen Lebhaftigkeit, unbe⸗ wußt einer idealen Norm, nach welcher ſeine Aufführung bemeſſen werden ſoll.“
36) Verletzt wird unſer Gefühl durch das Verfahren der Penelope, die G 282 durch ſchmeichelnde Worte den Freiern Geſchenke zu entlocken wußte, eine Liſt, die das Wohlgefallen des Odyſſeus erregte.
37) S. 474.
38) Daß v. 190— 192 00 Tdp 1'Duey, önh C6oc 058“ nh Jec, 050“ nh eos Sascioo« elo' 5 Jatay, 050“ Sn Ayvslrau' nicht wörtlich zu nehmen ſind, geht ſowohl aus v. 18;3 und 187 als auch 180(uévoc heXl0¹0) hervor.
39) 3Aà pasda oo e? ruc Er' Eorat pffric ⁸16 6'057 OToOHat elyal.


