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ſbende Land zu kommen weiß man aus& und man darf nicht mit Sicherheit darauf rechnen immer ine Nauſikaa zu finden. Die Kleider laſſen ſich nun auf keine einfachere und natürlichere Weiſe hin ber ſchaffen, als wenn er ſie um den Kopf gewunden hat, wie wohl jeder des Schwimmens Kundige zu⸗ geben wird. 4 5 c 8 Bei Beurtheilung und Erklärung Homeriſcher Stellen dürfen moderne Anſchauungsweiſe, Gefühle, Empfindungen und vorgefaßte Meinungen ſich nicht geltend machen, ſonſt wird man mitunter zu ganz ſeltſamen Reſultaten gelangen. r231 heißt es, daß Odyſſeus und ſeine Gefährten in der Höhle des Kyklopen ein Rauchopfer dargebracht und dann ſelbſt von dem Käſe genommen und gegeſſen hätten(T“ha vijayts⸗ 2960ausy Je zal adot d, eo Sdrousy.) Nach der gewöhnlichen Bedeutung von dösn⸗ „in Rauch aufgehen laſſen, als Rauchopfer verbrennen“ kann hier nur an Käſe, der als Opfer verbrannt wurde, gedacht werden. Einige Erklärer aber meinen, hier ſei nur eine Weinſpende zu verſtehen, da ver⸗ brannter Käſe, zumal friſcher, nicht als ein den Göttern wohlgefälliges Opfer angeſehen werden könne. Warum nicht? etwa weil uns der Geruch nicht beſonders angenehm vorkommen würde? Wir glauben, daß auch ein gewöhnliches Brandopfer, bei dem die mit doppelter Fettlage umwickelten Schenkelknochen verbrannt wurden, unſere Geruchsnerven beleidigt haben würde, beſonders wenn das Feuer nicht recht brennen wollte, wie es Soph. Antig. 1007— 1011 geſchildert wird. Für die Götter wird doch wohl nicht der Geruch, ſondern die Geſinnung, mit der das Opfer dargebracht wurde, die Hauptſache geweſen ſein!
Ganz auf moderne Anſchauungsweiſe geſtützt hat Kammerso) † 456 ff. als Interpolation nachzu⸗ weiſen verſucht. Er nennt es eine raffinirte Ausnutzung der Kräfte, daß die Mägde noch vor ihrem feſt⸗ eſetzten Tode zur Arbeit herangezogen werden; er findet den frivolen Ton empörend, mit welchem ihre Krhängung berichtet wird und es iſt ihm unbegreiflich, wie man die Rohheit, mit der Melanthios miß⸗ andelt wurde, noch als zur Homeriſchen Poeſie gehörig habe rechnen können.„Des Dichters Gemüth, aus dem 4 mit wahrhaft ergreifender Schönheit empfundenen Worte 411—413³¹) gekommen waren, ſollte auch jeſer Beſtialitäten fähig geweſen ſein?“ Zur Widerlegung dieſer ſo ſchweren Vorwürfe müſſen wir etwas weiter zurückgreifen.
Wie in der erſten Hälfte der Odyſſee der Aufenthalt des Odyſſeus bei Alkinoos und die Erzählung ſeiner Irrfahrten den Höhepunkt bildet, ſo in der zweiten Hälfte die im 22. Geſange berichtete Ermor⸗ dung der Freier. Schon Polyphem hatte in ſeinem Gebete an Poſeidon dem Odyſſeus Unheil in ſeinem Hauſe angewünſcht(1 535: 25901'ey wiuara) und Teireſias hatte ihm genauer Auskunft gegeben und ihm geſagt, daß er ſich des Unheils, nämlich der Freier, durch Liſt oder Gewalt entledigen müſſe (E„ Hvorhpas xrsivn« 1e d64,p— ae deee e, 1 120).3²) Durch die Beobachtungen und
3³⁰) S. 711 ff. 3¹)„ dous, TPn, zal oxso Ld“ 5X659Ss. 057 50h rA,SνOet Sn, àvddον εο εε α⁴αανοαν. r0cs d HOP“ 30Aaοονο mϑεν zlν ονέμα ETa. ³²) Man hat an der Unbeſtimmtheit des Ausdrucks Anſtoß genommen, da dieſelbe der Sehergabe des Teireſias nicht entſpreche; allein dieſe Worte ſind doch mit den ſonſtigen Orakelſprüchen verglichen deutlich genug; der Hauptton liegt auf sreivn; ob 86⁄— oder Aꝓρα50ν iſt gleichgülſti.


