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überein und iſt nur wenig geringer als das Marburgs(67%).— Im Jahresverlauf zeigen wie überall im weſtlichen Deutſchland die Wintermonate mit ihrer niedrigen Temperatur und relativ hohen Feuchtigkeit die ſtärkſte Bewölkung(75%), während uns die Sommer⸗ monate die geringſte Bewölkung bringen(57%). Am dichteſten iſt wie überall in der Provinz die Wolkendecke im kälteſten und relativ feuchteſten Monat, im Dezember. Mit ſteigender Erwärmung und ſinkender relativer Feuchtigkeit nimmt von da bis zum Mai die Be⸗ wölkung ab, in dem ja auch der Südweſtwind ſeine geringſte Häufigkeit im Jahre zeigt, der Nordoſtwind dagegen und überhaupt die nördlichen und nordöſtlichen Winde verhältnismäßig häufig auftreten. Mit der Zunahme ſüdweſtlicher und weſtlicher Winde und mit dem Ein⸗ treten der Gewitterzeit wird die Bewölkung im Juni dann ſtärker. Im Juli ſinkt ſie mit ſteigender Erwärmung wieder etwas, erreicht jedoch erſt im Auguſt mit der Abnahme des Südweſtwindes ihr Minimum. Der Auguſt zeigt auch in faſt allen Talſtationen der Provinz die geringſte Bewölkung. Die plötzliche Steigerung der Bewölkung im September, die auch in Marburg zu beobachten iſt, wird wohl auf die große Nebelhäufigkeit, vor allem in den Morgen⸗ ſtunden, zurückzuführen ſein. Mit weiterem Sinken der Temperatur und zunehmender relativer Feuchtigkeit der Luft ſteigert ſich von da ab bis zum Dezember die Bewölkung.
Im November und Dezember iſt die Bewölkung auch zu allen Tageszeiten am ſtärkſten(Reihe 93— 95). Die geringſte Morgen⸗ bewölkung zeigt der Juni, was wohl mit der dann häufigen Gewitter⸗ bildung zuſammenhängt, die vorwiegend erſt im Laufe des Tages die Wolken ſich verdichten läßt. Dementſprechend zeigt der Juni abends die ſtärkſte Bewölkung von allen Monaten der wärmeren Jahreszeit. Im Auguſt und September haben wir anderſeits mittags und abends die geringſte Bewölkung gegenüber den andern Monaten, ſodaß die Herbſtſonne wenigſtens zu dieſer Tageszeit zur Geltung kommt und nur durch die Morgennebel die ſtarke Bewölkungszunahme dieſes Monats gegenüber dem Auguſt zu erklären iſt.
Der Auguſt zeigt auch in Weilburg, wie meiſt in der Provinz, die geringſte Zahl(7) von trüben Tagen(Reihe 98). Der Juli kommt ihm hierin am nächſten, was wohl beſonders auf die geringe Morgenbewölkung dieſes Monats zurückzuführen iſt. Die Zahl der trüben Tage nimmt nun vom Auguſt bis Dezember— wiederum mit dem ſchon erwähnten Sprung im September— zu und erreicht im Dezember(19) ihr Maximum. Im übrigen hat naturgemäß der Winter die größte Zahl von trüben Tagen(51), alſo mehr als doppelt ſo viel wie der Sommer(24). Die Jahresſumme von 149 trüben Tagen ſtimmt mit der von Marburg überein.
Die 3 Wintermonate heben ſich dadurch noch auffallend von den übrigen ab, daß ſie eine beſonders hohe Zahl(Reihe 99) von be⸗ deckten Tagen(wo wenigſtens das aus den Terminbeobachtungen berechnete Tagesmittel der Bewölkung gleich 10 iſt) beſitzen. Der Unterſchied gegen den Februar und Auguſt iſt ſehr bedeutend. Weilburg hat in den Wintermonaten oft tage⸗ und wochenlang andauernd grauen Himmel, und die Influenza tritt dann beſonders häufig auf. Um dieſe
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