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21. Die größte Zahl der Tage mit Gewittern bringt uns der Juni, doch kommt ihm der Juli hierin ſehr nahe, der an andren Orten der Provinz die größte Zahl aufweiſt. Berückſichtigt man jedoch die ver— ſchiedene Länge beider Monate, ſo tritt die ſtärkſte Gewitterhäufigkeit des Juni in Weilburg noch deutlicher hervor. In den Winter- monaten treten naturgemäß Gewitter am ſeltenſten ein, doch iſt kein Monat des Jahres ſtets gewitterfrei.
Graupeln(Reihe 104) werden durchſchnittlich an 6 Tagen des Jahres beobachtet. Dies iſt alſo eine höhere Zahl als die an allen auderen Talſtationen der Provinz beobachtete(Marburg hat nur 5 Graupeltage). Am häufigſten ſind den Niederſchlägen Graupeln beigemiſcht im März und April, im Juli und Auguſt ſind ſie dagegen noch nie beobachtet worden.
Hagel(Reihe 105) tritt im Jahre an weniger als 3 Tagen auf(in Marburg nur an 2 Tagen). In allen Monaten kann Hagel niedergehen. Am häufigſten geſchieht das im Mai, doch glücklicher⸗ weiſe noch nicht in jedem Jahre einmal.
Schneefrei ſind nur die Monate vom Juni bis September. Der letzte Schnee pflegt durchſchnittlich am 19. April einzutreten (in Fulda an demſelben Tage, in Marburg aber ſchon am 16. April), doch hat uns auch ſchon der 6. März den letzten Schneefall des Winters gebracht. Anderſeits iſt ausnahmsweiſe noch am 17. Mai Schnee gefallen. Neuer Schnee tritt in Weilburg durchſchnittlich am 14. November ein, in Marburg ſchon am 12. November, in Fulda ſogar ſchon am 9. November. Doch hat uns auch ſchon einmal der 10. Oktober den erſten Schnee des Winters gebracht, er iſt aber auch ſchon einmal bis zum 29. Dezember ausgeblieben. Die ſchneefreie Zeit beläuft ſich daher in Weilburg im Mittel auf 208 Tage, genau wie im Durchſchnitt der ganzen Provinz(in Marburg 209 Tage, in Fulda 203). Die je beobachtete kürzeſte ſchneefreie Zeit belief ſich in Weilburg immer noch auf 161 Tage. Die größte einmal eingetretene Länge der ſchneefreien Zeit betrug 285 Tage. An durchſchnittlich 38 Tagen des Jahres fällt Schnee(Reihe 103), am häufigſten im Feb⸗ ruar, nächſtdem im Januar, während der Dezember die gleiche Zahl von Schneetagen wie der März hat. Dementſprechend bleibt der Schnee im Jeipia auch am längſten liegen(Reihe 107). Dieſer Monat hat faſt 9 Tage mit Schneedecke, bringt uns alſo beinahe den dritten Teil der Tage des Jahres, an welchem unſre Landſchaft weiß eingehüllt bleibt. Der Januar kommt ihm hierin nahe. Doch ſteht im Gegenſatz zu den Tagen mit Schneefällen der März ſchon be⸗ deutend zurück gegenüber dem Dezember. Im April und September bleibt der Schnee nie liegen. Dagegen hüllen die Kälterückfälle des Mai unſere Frühlingslandſchaft mitunter nochmals in das weiße Gewand, ehe die Naſſauer Berge ihre volle Sommerpracht entfalten.


