Aufsatz 
Das Klima von Weilburg a.d.Lahn
Entstehung
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weniger als 2°(Reihe 77) kommen am häufigſten im März vor, alle größeren jedoch im Januar(Reihe 7881). In letzterem Monat haben wir alljährlich 2 Schwankungen der Tiefſttemperatur von Nacht zu Nacht um mehr als 10° zu erwarten.

Wind.

Da die Weilburger Windbeobachtungen nicht durchgängig ein wandfrei ſind, ſoll im folgenden nur das zuſammengeſtellt werden, was durch Vergleich mit den benachbarten Stationen Marburg und Hachenburg an Wohrſcheinlichkeit gewonnen hat(Vergl. Reihe 82 91).

Im Jahresdurchſchnitt weht am häufigſten der Südweſt⸗ wind(27%), nächſtdem am häuſigſten der Nordoſtwind(17%), am ſeltenſten der Südoſtwind(nur 2%). Dies deckt ſich zwar im allgemeinen mit den Windverhältniſſen der Nachbarſchaft. Doch treten an keiner Station der Provinz die beiden entgegengeſetzten Richtungen Südweſt und Nordoſt ſo ſtark in den Vordergrund wie bei Weilburg. Vielleicht muß man beſonders das ſtarke Auftreten der nordöſtlichen Winde auf die Ablenkung durch die Hauptrichtung der Weilburger Einſenkung(nicht des engen eigentlichen Lahntales) ſchieben. Faſſen wir die Nordweſt-, Nord⸗ und Nordoſtwinde als nördliche Winde zuſammen, ebenſo die Nordoſt⸗, Oſt⸗ und Südoſtwinde als öſtliche uſw., ſo überwiegen im Jahre die weſtlichen Winde(31%). Die ſüdlichen und nördlichen Winde treten etwa gleich ſtark auf, und die öſtlichen Winde ſind am ſeltenſten(21%), doch ſind hier die Gegenſätze nicht ſo ſtark wie oben. Faſſen wir entſprechend die Nord⸗, Nordoſt⸗ und Oſtwinde als nordöſtliche Winde zuſammen, ebenſo die Oſt-, Süd⸗ oſt⸗ und Südwinde als ſüdöſtliche, ſo finden wir im Jahresdurch⸗ ſchnitt am häufigſten ſüdweſtliche(37%), am ſeltenſten[ſüdöſtliche (13%). Jene mit 37% auftretenden ſüdweſtlichen Winde ſind die häufigſten von allen, wie meiſt im weſtlichen Mitteldeutſchland.

Auch in den Jahreszeiten überwiegt der Südweſtwind oder die ſüdweſtlichen und weſtlichen Winde, die ſüdweſtlichen beſonders ſtark im Sommer. Nordöſtliche Winde kommen ihnen ſtets am nächſten, beſonders im Winter. Südoſt⸗ und Südwinde treten im Winter ganz zurück. Im Frühling treten Südweſtwinde verhältnismäßig zurück, und Nordweſtwinde werden häufiger. Im Sommer haben wir die wechſelndſten Windrichtungen. Hier werden Südoſt-, Süd⸗, Südweſt⸗, Weſt⸗ und Nordweſtwinde, überhaupt ſüdliche, ſüdweſtliche und weſtliche Winde im Vergleich zu ihrem Verhalten in den anderen Jahreszeiten am häufigſten. Dagegen treten Nord⸗ und Oſtwinde, überhaupt nordöſtliche Winde zurück. Im Herbſt erreichen die Nordoſt⸗ und Südoſtwinde ihre größte Häufigkeit, dagegen treten Weſt⸗ und Nordweſtwinde zurück, und auch die Häufigkeit der Süd⸗ weſtwinde iſt nur eine dem Jahresdurchſchnitt entſprechende. Es iſt die ausgeglichenſte Jahreszeit.

Auch in den einzelnen Monaten überwiegen ſtets die Süd⸗ weſtwinde, die ſüdweſtlichen überhaupt und die weſtlichen. Die ſüd⸗ öſtlichen und beſonders der Südoſt ſelbſt ſind ſtets die ſeltenſten. Erſteres findet ſich in allen Orten der Provinz, wo nicht die Rich⸗