Aufsatz 
Das Klima von Weilburg a.d.Lahn
Entstehung
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Noveinber bis März vor, am häufigſten im Januar, am ſeltenſten wieder im September. Doch erreichen nur etwa 10% aller inter⸗ diurnen Schwankungen dieſe Stärke. Schwankungen von mindeſtens 6°(Reihe 63) kommen nur in 2% aller Fälle vor, am häufigſten wiederum im Januar, im Mai ſchon erheblich ſeltener. Die großen Schwankungen von mindeſtens 80(Reihe 64 und 65) kommen auch im April und Mai, ſowie im September und Oktober nicht mehr vor und betragen ſelbſt im Januar nur noch 1,6% aller Fälle. In Bezug auf dieſe großen Schwankungen des Tagesmittels von Tag zu Tag wird Weilburg außer von den höher gelegenen Stationen nur noch von Fulda übertroffen.

Um feſtzuſtellen, woher das doppelte Maximum der interdiurnen Veränderlichkeit des Tagesmittels im Jahresverlauf rührt, wurde auch die interdiurne Veränderlichkeit der Höchſttempera⸗ turen berechnet. Es ſtellt ſich heraus(Reihe 66), daß ſie in Weil⸗ burg wie an allen übrigen Orten der Provinz im Mai am ſtärkſten iſt(2,8). Die große interdiurne Veränderlichkeit des Tagesmittels der Temperatur im Mai dürfte alſo beſonders auf die ſtarke Verän⸗ derlichkeit der Nachmittagstemperaturen in dieſem Monat zurückzu⸗ führen ſein. Der im Mai ſo häufige Windwechſel übt ja auf die Nachmittagstemperatur naturgemäß einen größeren Einfluß aus, als auf die Temperatur der übrigen Tageszeiten, da der Wind mittags am ſtärkſten zu ſein pflegt. Die durchſchnittlich größte interdiurne Schwankung der Höchſttemperatur(Reihe 67) hat ihr Maximum jedoch nicht im Mai, ſondern im Juni. In dieſem Monat iſt ja auch die mittlere Tagesſchwankung der Temperatur am ſtärkſten. Beides hängt wohl mit dem Maximum der Gewitterhäufigkeit im Juni zuſammen. Die größte je in Weilburg beobachtete Schwankung der Höchſttempe⸗ ratur von Tag zu Tag(Reihe 68) iſt jedoch im Januar beobachtet worden(13). Die kleinen interdiurnen Schwankungen des Tagesma⸗ rimums(Reihe 69 73) kommen im Mai naturgemäß am ſeltenſten vor, die größeren ſind dagegen in dieſem Monat am häufigſten.

Die Niedrigſttemperaturen(Reihe 74) zeigen abweichend von den Höchſttemperaturen im Januar die größte interdiurne Veränder⸗ lichkeit(2,8 ⁰²). Das Januar⸗Maximum der interdiurnen Veränderlich⸗ keit des Tagesmittels iſt daher auf die ſtarke Veränderlichkeit des täg⸗ lichen Temperatur-Minimums zurückzuführen. Im Mai iſt die inter⸗ diurne Veränderlichkeit des Temperatur⸗Minimums zwar auch nicht unerheblich, reicht jedoch nicht an die des Januar heran. Sollte dieſes extreme Verhalten des Mai inbezug auf die interdiurne Veränderlichkeit des Temperaturmittels, des Maximums und des Minimums damit zuſammen hängen, daß dieſer Monat in unſerer ganzen Gegend die geringſte relative Feuchtigkeit beſitzt? Der Jahresverlauf der interdiurnen Veränderlichkeit des Tagesminimums iſt unregelmäßiger als der des Tagesmaximums. Die geringſte Schwankung zeigt der November. Im allgemeinen iſt die interdiurne Veränderlichkeit der Niedrigſttemperatur noch etwas ſtärker als die der Höchſttemperatur. Die durchſchnittliche und abſolut größte Schwan⸗ kung(Reihe 75 und 76) zeigt der Februar. Die geringſte Schwankung beider Art wieder der September. Die kleinen Schwankungen um