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wie die geringe durchſchnittliche Schwankung der mittleren Monats— extreme im November und der mittleren Tagesextreme im Dezember mit dem ſchon beſprochenen ſtarken Steigen und Sinken der Tages⸗ extreme in jenen Monaten zuſammen. Dies letztere macht ſich zunächſt bei der durchſchnittlichen Schwankung der Monatsextreme(Mai und November) und erſt einen Monat ſpäter(Juni und Dezember) bei der durchſchnittlichen Schwankung der Tagesextreme geltend.
Die in geſundheitlicher Beziehung ſchon wichtigere mittlere Tem— peraturſchwankung an demſelben Tage beträgt in Weilburg im Jahresdurchſchnitt zwar nur 8,8 0. Doch iſt ſie im Verhältnis zu der an den übrigen Stationen der Provinz verhältnismäßig groß und wird nur durch die von Geiſenheim übertroffen(9,4°). Die ſtarke Plaſtik des Geländes an beiden Orten dürfte hierbei eine Rolle ſpielen. Dieſe mittlere Tagesſchwankung iſt wie überall im weſtlichen Deutſch⸗ land in der kalten Jahreszeit geringer als in der warmen. Auch die Extreme der durchſchnittlich größten Tagesſchwankungen finden ſich in den Monaten Dezember und Juni(Reihe 52). Im Juni haben wir garnicht ſelten an einem Tage Schwankungen der Temperatur um mehr als 20°zu erwarten. Die abſolut größte Tagesſchwankung (Reihe 53) iſt jedoch nicht im Juni, ſondern im April beobachtet(faſt 24 ⁰), während der Dezember auch in dieſer Beziehung ſich in den be⸗ ſcheidenſten Grenzen hält. Dieſe Reihen 54— 57 geben uns noch Aus— kunft, wie oft Schwankungen von beſtimmter Größe vorkommen. Die wärmere Jahreszeit zeigt ſich naturgemäß auch hier als die extremere.
Am wichtigſten in geſundheitlicher Beziehung iſt jedoch die Schwankung der Temperatur von Tag zu Tag. Dieſe„interdiurne Veränderlichkeit des Tagesmittels“ ſcheint ebenfalls von der Geländebeſchaffenheit des betr. Ortes abzuhängen. Voran ſtehen die höchſtgelegenen Stationen. Am geringſten iſt jene Veränderlichkeit an den in Ebenen liegenden Orten. Bei Talſtationen ſcheint ſie von der Größe der benachbarten Erhebungen abzuhängen. Weilburg liegt daher in dieſer Beziehung(vergl. Reihe 58) ähnlich wie Marburg, aber günſtiger als Fulda oder das ſchon erwähnte Geiſenheim. Die mittlere interdiurne Veränderlichkeit des Tagesmittels beträgt in Weil— burg 1,8°. Sie iſt wie meiſtens in der Provinz im Januar am ſtärkſten(2,2), im September am geringſten(1,6 0). Doch nimmt ſie vom Januar nur bis zum April ab und erreicht im Mai ein zweites auffallend ſtarkes Maximum, um dann bis zum September gleich⸗ mäßig zu ſinken und von da bis zum Januar wieder gleichmäßig zu ſteigen. Dieſes doppelte Maximum im Januar und Mai zeigt ſich auch an allen anderen Stationen der Provinz, mitunter iſt ſogar das Mai⸗Maximum das abſolut größte. Im Januar kommen nicht ſelten Schwankungen des Tagesmittels von Tag zu Tag um 80 vor(Reihe 59). Die abſolut größten Schwankungen(Reihe 60) ſind jedoch nicht im Januar, ſondern im Februar(14 0) beobachtet, ähnlich wie die längſten Eisperioden. Die Mehrzahl der interdiurnen Tagesmittel⸗ ſchwankungen ſind freilich gering, es bleiben durchſchnittlich 62% unter 2⁰°(Reihe 61). Naturgemäß kommen dieſe kleinen Schwankungen am ſeltenſten im Januar, am häufigſten im September vor. Doch ſtellt ſich auch hier der Mai dicht neben den Januar. Etwas größere Schwankungen um mindeſtens 40(Reihe 62) kommen beſonders vom


