Dementſprechend hat der Auguſt überhaupt die geringſte Bewölkung des ganzen Jahres, die geringſte Zahl der trüben und bedeckten Tage und beſitzt die meiſten heiteren Tage unter allen Monaten. Dieſe geringe Himmelsbedeckung muß im Verein mit der Abnahme der Regentage und der Regenmenge, beſonders auch mit der Abnahme der Gewitter, gegenüber dem Juli ein Anſteigen der Temperatur im Laufe des Monats verurſachen. Im Anfang des Auguſt ſind nun die Gewitter noch verhältnismäßig zahlreich und mit ihnen nordweſt⸗ liche Winde. Um die Mitte des Monats iſt die Bewölkung durch⸗ ſchnittlich jedoch am geringſten, daher das Anſteigen der Mitteltem⸗ peratur um dieſe Zeit.— Die in der zweiten Hälfte des Auguſt nun eintretende Abnahme der Temperatur mit ſinkendem Sonnenſtande ſetzt ſich dann während des ganzen Septembers in gleichmäßiger Weiſe fort. Dies gleichmäßige Fallen hängt wohl damit zuſammen, daß der September der gleichförmigſte Monat überhaupt iſt. Die Stärke des Windes läßt im allgemeinen nach, der September beſitzt die abſolut größte Zahl von Windſtillen unter allen Monaten. Ferner zeigt er die abſolut geringſte Zahl von Niederſchlagstagen. Auch die Niederſchlagshöhe und die durchſchnittliche Stärke des Niederſchlags iſt geringer als in den beiden Nachbarmonaten. Der September zeigt ferner die geringſte Veränderlichkeit der Mitteltemperaturen von Tag zu Tag. Die nordöſtlichen Winde nehmen merklich zu, die weſtlichen und nordweſtlichen ab, kurz der September hat einen entſchieden kon— tinentaleren Charakter als der Auguſt, daher das gleichmäßige Sinken der Temperatur mit abnehmender Sonnenhöhe.— Im Oktober ſetzt ſich das gleichmäßige Sinken zunächſt in noch etwas ſtärkerem Maße fort. Nur gegen Ende des Monats zeigt das Sinken eine Ver⸗ langſamung. Der Charakter des Oktobers iſt bei uns anfangs eben⸗ falls noch kontinental. Nach dem Ende des Monats zu kommen wir jedoch wieder mehr in den Bereich von Tiefdruckwirbeln. Hiermit ſtimmt die Abnahme der nordöſtlichen, und die Zunahme der ſüdweſt⸗ lichen und weſtlichen Winde überein. Gleichzeitig wird die Bewölkung ſtärker, die Zahl der heiteren Tage nimmt ab, die der trüben nimmt merklich zu. Die Witterung erhält gegen Ende des Monats einen mehr ozeaniſchen Charakter, wodurch die erwähnte Verlangſamung des Sinkens zu erklären iſt.— Der November zeigt ein ziemlich ſtetiges Fallen der Temperatur. Doch iſt das Fallen gegen Anfang und gegen Ende des Monats etwas vermindert. Dies verminderte Sinken in unſerm Tale entſpricht einem deutlichen Anſteigen der Temperatur auf den Bergen zur gleichen Zeit. In den ſüdlich vom Taunus gelegenen Ebenen iſt weniger davon zu bemerken, ſodaß Weilburg alſo einen Übergang darſtellt. Der November iſt wieder etwas kontinentaler als der Oktober. Er beſitzt weniger Niederſchlagstage und auch eine geringere Nieder⸗ ſchlagshöhe. Dagegen hat der Nordoſtwind ſein Maximum im No⸗ vember, während der Südweſtwind weniger häuſig als in den beiden Nachbarmonaten iſt.— Der Temperaturverlauf im Dezember iſt erheblich unregelmäßiger als im November. Anfangs fällt die Tem⸗ peratur zwar wenig, entſprechend dem verminderten Sinken gegen Ende des Novembers. Um die Mitte des Monats zeigt ſich wieder ein vermindertes Fallen und gegen Ende ſogar ein Anſteigen der Temperatur, das ſich in den Anfang des Januar fortſetzt. In den
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