Aufsatz 
Das Klima von Weilburg a.d.Lahn
Entstehung
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Hilfe der damals auf dem Gebäude der Landwirtſchaftsſchule in freier Lage angebrachten regiſtrierenden Windfahne der Wetterdienſtſtelle die Windrichtung an den 3 Beobachtungsterminen in beſſerer Weiſe feſt geſtellt werden. Die Windbeobachtungen ſind daher lückenhaft und können nicht durchweg als einwandfrei betrachtet werden.

Die Zahl der Sturmtage iſt nur für die Zeit von 1887 1900 berechnet worden.

Die Bewölkungsbeobachtungen.

Die Veröffentlichungen des Königl. Preuß. Meteorol. Inſtituts machen zum Abdruck der Weilburger Bewölkungszahlen keine weiteren Bemerkungen. Die Abſchätzung der Bewölkungszahlen ſcheint zu Ein wänden alſo keine Veranlaſſung gegeben zu haben.

Berechnet man die mittlere Bewölkung aus den Weilburger Beobachtungen in Hundertſteln(ſtatt der in den Monatstabellen ent haltenen Zehnteln), ſo erhält man für die Zeit von 18871906:

75 70 67 60 61 59 60 57 62 72 78 79 67.

Die mittlere Abweichung der einzelnen Monats- und Jahres

mittel vom 20jährigen Geſamtmittel beträgt: 10 9 10 98 7 7 9 86 6 7 2.

Nach der Fechnerſchen Formel ergibt ſich hieraus als wahr⸗ ſcheinlicher Fehler:

19 17 19 17 15 13 13 17 15 11 11 13 4.

Dieſer wahrſcheinliche Fehler iſt nicht unerheblich. Es lag daher nahe, die 20jährige Weilburger Reihe auf die 27jährige(1880 bis 1906) zu reduzieren, für welche von den meiſten Stationen der Provinz Beobachtungen vorliegen. Da die Weilburger Bewölkungs⸗ verhältniſſe beſonders mit denen Marburgs übereinzuſtimmen ſcheinen, ſo wurde die Reduktion nach Marburg durchgeführt. Es ergaben ſich die Reduktionszahlen:

-1 0 3 1 3 0 2 2 1 2 0 1 1.

Nach ausgeführter Reduktion ergeben ſich die Werte in Reihe 92. Zwar iſt der wahrſcheinliche Fehler bei 27jährigen Reihen be⸗ nachbarter Stationen nicht merklich geringer als bei der 20jährigen Weilburger Reihe, doch iſt durch die Reduktion ein zweites in der rohen Jahreskurve vorhandenes Neben⸗Maximum und ⸗Minimum verſchwunden und dadurch die Jahreskurve denen benachbarter Sta⸗ tionen ähnlicher geworden.

Zur Reduktion der Terminmittel, der Zahl der heiteren uſw. Tage lag keine Veranlaſſung vor. Die Reihen 93100 enthalten alſo nur die Mittel aus den Weilburger Original-Beobachtungſen.

Die niederſchlagsbeobachtungen.

In denVeröffentlichungen des Königl. Preuß. Meteo rol. In⸗ ſtituts iſt die Aufſtellung des Regenmeſſers in der Limbur gerſtraße und dem Bangert als nicht einwandfrei bezeichnet, weil er in beiden Fällen an einer ſteilen Böſchung ſtand, ſodaß der Wind leicht an dieſe Böſchung anprallend nach oben getrieben werden und dadurch zu wenig Niederſchlag in den Regenmeſſer fallen konnte. Diee Nie⸗ derſchlagsſumme Weilburgs wurde daher mit den Werzeen der