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moniak, das deutlich am Geruch wahrzunehmen iſt. Stickſtoff und Waſſerſtoff laſſen ſich auch im Verhältnis 1: 3 durch den elektriſchen Funken zu Ammoniak vereinigen. Das Ammo⸗ niakgas beſitzt alſo die Formel NBz. Dieſes Amoniakgas iſt keine„echte“ Baſe, denn es enthält nicht die Hydroxylgruppe. Wir können es aber als waſſerfreie Baſe betrachten, denn beim Miſchen trocknen Ammoniak⸗ gaſes mit trockenem Salzſäuregas entſteht ohne Austritt von Waſſer Salmiak: Dieſelbe NH.⸗Gruppe können wir in der wäſſrigen Löſung des Ammoniaks annehmen: NH.+ H⸗O=(NI.(OlH) Die Elementengruppe(N.) verhält ſich daher wie ein echtes, einwertiges Metall, wenn ſie auch in freiem Zuſtande noch nicht dargeſtellt iſt. Man nennt ſie Ammonium. Für die uns ſchon bekannten Ammoniakverbindungen können wir demnach folgende Formeln und Namen annehmen:. (NIL)(OlI) Ammoniumhydroxyd, Atzammoniak, Ammoniakwaſſer, Salmiakgeiſt. (NIIL.)?(SOa) Ammoniumſulfat, ſchwefelſaures Ammoniak. (NIH)z(CO,) Ammoniumkarbonat, kohlenſaures Ammoniak. (XHa)Cl Ammoniumchlorid, ſalzſaures Ammoniak, Salmiak.. Entſprechend laſſen ſich für einige der beſprochenen Vorgänge nachſtehende Formeln annehmen: HI,SO+ 2NlI. (NIH)=SO+. Ca(CO3) 20NH.)Cl+ CaO0
(NI.)2(SOa). Ca(SO))+(NII.) COz. CaCl, 2NlI,+† 11.0.
Mnn
6) Der Stallmiſt zeichnet ſich alſo gegenüber den früher beſprochenen, humusbildenden Beſtandteilen durch ſeinen Gehalt an Stickſtoffverbindungen aus. Die Stickſtoffverbindungen bilden bekanntlich ebenſo wie die Kali- und Phosphorſäureverbindungen wichtige Pflanzen⸗ nährſtoffe. Außer den 3 in ihnen enthaltenen Elementen(Stickſtoff, Kalium, Phosphor) brauchen die Pflanzen zur Ernährung noch Kohlenſtoff, Waſſerſtoff, Sauerſtoff, ſowie Schwefel, Calcium, Magneſium, Eiſen. Die letzteren 7 Elemente finden die Pflanzen in der Luft, im Bodenwaſſer und in den ſchon früher beſprochenen, im Acker vorkommenden UÜberreſten der einfachen Geſteine. Kalium und Phosphor fanden wir aber nur in den Reſten pflanzlicher und tieriſcher Stoffe. Doch müſſen ſie urſprünglich auch in den Geſteinsreſten des Acker⸗ bodens vorkommen.
Die wichtigſten mineraliſchen Quellen für Kalium ſind die Feldſpat- und Glim⸗ merarten, welche Beſtandteile der meiſten zuſammengeſetzten Geſteine(des Granits, Porphyrs, Diabaſes, Baſalts, der Schiefer, Sandſteine, Schalſteine uſw.) ſind und aus ihrer Verwit⸗ terung auch in die Tone, Lehme und Ackerböden kommen. Die Feldſpäte bilden farbloſe, graue oder rötliche Kriſtalle von ſtarkem Glasglanz. Die Glimmer bilden helle oder dunkle Kriſtallblättchen von ſtarkem Metallglanz. Beide beſtehen aus einem Gemenge der Silikate von Kalium, Natrium, Calcium, Magneſium, Eiſen und Aluminium, wenn auch in ſehr ver⸗ ſchiedenen Miſchungen. Durch die Kohlenſäure des Bodenwaſſers, auch die ſog.„Wurzel⸗ ſäuren“ uſw. können dieſe Silikate in lösliche Karbonate und Doppelkarbonate umgewandelt werden außer den Ferri⸗ und Aluminiumſilikaten, welche als tonige Maſſe zurückbleiben.
Die wichtigſte mineraliſche Quelle für Phosphor ſind die mikroſkopiſch kleinen farbloſen Apatitnädelchen, welche einen Gemengteil vieler zuſammengeſetzter Geſteine(Baſalt, Diabas, Granit uſw.) bilden und aus ihnen auch in zahlreiche andere Geſteine und in den Ackerboden gelangt ſind. Sie beſtehen hauptſächlich aus Tricaleiumphosphat, welches durch die Kohlenſäure des Bodens uſw. aufgeſchloſſen werden kann.
Die reiche Stickſtoffquelle der Luft vermögen bekanntlich nur wenige Pflanzen (Schmetterlingsblütler) direkt zu benutzen, durch deren Vermoderung allerdings geringe Mengen von Stickſtoffverbindungen in den Boden kommen. In dem Geſteinsgerippe des Bodens finden ſich Ammoniak⸗ oder Salpeterſäureverbindungen nur als ſeltene Ausnahmen (in Deutſchland nirgends). Doch gelangt mit jedem Gewitterregen eine Art Stickſtoffdüngung in den Boden. Denn durch die Wirkung des Blitzes vereinigen ſich der Stickſtoff und Sauer⸗


