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§ 11. Aufzeichnen von Plänen im verjüngten Malsstabe.
Hierbei handelt es sich darum, das schon vermessene Gelände naturgetreu in kleinem Nafsstabe herzustellen oder einen schon vorhandenen Plan im bestimmten Verhältnis zu verkleinern. Die üblichen Mafsstäbe sind bei Hochbauten 1: 100 bis 1: 500 bei Strafsen- und Eisenbahnanlagen 1: 500 bis 1: 1000, während die Meſstischblätter der preuſs. Land- aufnahme im Maſsstab 1: 25000 und die Generalstabskarten in solchem von 1: 100 000 der natürlichen Gröſse hergestellt sind. Um die beim Gebrauche eines gewöhnlichen Maſsstabes notwendigen Umrechnungen zu vermeiden und eine gröſsere Genauigkeit zu erzielen, bedient man sich desTransversalmaſsstabes und beim Umzeichnen des Storchschnabels.
A. Transversal-Maſsstab.
Was beispielsweise die Anordnung bei einem solchen im Werhältnis 1: 500(Fig. 27, Taf. II) betrifft, so ergiebt sich dieselbe aus folgender Betrachtung:
Es entspricht beim genannten Maſsstabe:
1 m des Maſsstabes= 500 m natürlicher Gröſse 0,2„..= 100„.. 0,1„„„= 50„„„ 0,02„= 20 mm„ 5— 10„.„ 9.002„= 2„„= 1,„ 3
Auf einem Stabe werden also in Entfernungen von je 20 mm Parallelen zur kurzen Kante AB gezogen nämlich CD, EF etc. Die ersten Abschnitte der oberen und unteren Längskante werden sodann in je 10 gleiche Teile geteilt und die Transversalen, wie in der Figur angedeutet, gezogen, endlich in gleichen Abständen 9 Parallele zwischen AC und BD konstruiert.
Mit Anwendung der Lehre von der Proportionalität der Linien findet man leicht, daſs der oberste Abschnitt zwischen der Kante AB und der nächst gelegenen Transversalen— 0,2 mm ist, also 1 m natürlicher Gröſse darstellt, und daſs ebenso die weiteren Teile auf den Parallelen von oben nach unten dem Maſse von 2 m, 3 m, 4 m etc. natürlicher Gröſse entsprechen. Gleiches gilt von den Abschnitten zwischen CD und der nächstgelegenen TPransversalen jedoch so, daſs der unterste Abschnitt= 1 m, der oberste— 10 m natürlicher Gröſse ist.
Soll nun z. B. die Länge von 37,5 m abgegriffen werden, so setzt man den Zirkel auf der unteren Kante bei 30 ein, geht bis zur Zahl 7 zwischen B und D und auf der durch diesen Punkt gehenden Transversalen in die Höôhe bis zur Parallelen durch 5. Die Strecke MX giebt die gesuchte Länge an.
Mit dem so konstruierten Transversalmafsstabe ist von der Bodenfläche der Purnhalle ein Plan im Maſsstab 1: 500 gezeichnet worden.*)(Fig. 27a, Taf. II).
B. Storchschnabel.
Ein Mittel zur Verkleinerung aufgenommener Pläne bietet uns der Storchschnabel (Pantograph). Derselbe besteht im wesentlichen aus zwei Paaren von Linealen, die zu einem beweglichen Parallelogramm verbunden sind. Aus den mancherlei Systemen
2) Der Grundriß der Turnhalle auf Taf. IV ist im Maßstabe 1: 400 entworfen.


