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Das rheinische Civilrecht in seiner heutigen Geltung / dargest. und erl. von Cretschmar
Entstehung
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16 IH. Code Civil. I. B. 2. T. Von den Perſonenſtandsurkunden. Art. 80 84.

Geſchlechtsnamen, das Alter, das Gewerbe und die Wohnorte derjenigen, welche die Erklärung abgegeben haben,

und, wenn ſie Verwandte ſind, auch den Grad ihrer Verwandtſchaft.

Eben dieſe Urkunde muß außerdem, inſoweit man davon Nachricht haben kann, die Vornamen, die Ge⸗ ſchlechtsnamen, das Gewerbe und den Wohnort der Eltern des Verſtorbenen und ſeinen Geburtsort enthalten.

Art. 80. En cas de dsces dans les höpi- taux militaires, civils, ou autres maisons publiques, les supérieurs, directeurs, administrateurs et mattres de ces maisons, seront tenus d'en donner avis, dans les vingt-quatre heures, à lofficier de Létat civil qui s'y transportera pour s'assurer du décès, et en dressera l'acte, conformément à l'ar- ticle précédent, sur les déclarations qui lui auront été faites et sur les renseignemens qu'il aura Ppris.

Il sera tenu en outre, dans lesdits höpitaux et maisons, des registres destinés à inscrire ces déclarations et ces renseignemens.

Lofficier de l'état civil enverra l'acte de décés à celui du dernier domicile de la personne décédée, qui Pinscrira sur les registres.

Art. 80. Die Sterbefälle in den Militär⸗ und bürgerlichen Hoſpitälern oder anderen öffentlichen Häuſern ſind die Oberen, Directoren, Verwalter und Vorſteher, in den nächſten vierundzwanzig Stunden dem Beamten des Perſonenſtandes anzuzeigen ver⸗ bunden. Dieſer muß, um des Abſterbens verfichert zu ſein, ſich dahin verfügen, und, nach Vorſchrift des vorhergehenden Artikels, eine Urkunde über die ihm gegebenen Erklärungen und von ihm eingezogenen Erkundigungen aufnehmen.

Ueberdies ſollen in den erwähnten Hoſpi⸗ tälern und Häuſern eigene Regiſter geführt werden, die zur Eintragung jener Erklärungen und eingezogenen Nachrichten beſtimmt ſind.

Der Beamte des Perſonenſtandes ſoll die Sterbe⸗ urkunde an den Beamten, welcher an dem letzten Wohn⸗ orte des verſtorbenen dasſelbe Amt bekleidet, einſenden und dieſer ſie gleichfalls in ſeine Regiſter eintragen.

Art. 81. Aeußern ſich Zeichen oder Spuren eines gewaltſamen Todes, oder andere Umſtände, welche den Verdacht eines ſolchen erregen, ſo darf die Beerdigung nicht eher geſchehen, als nachdem ein Polizeibeamter, mit Zuziehung eines Doctors der Arznei⸗ oder Wundarzneikunde, über den Zuſtand des Leichnams und über die Umſtände, welche hierauf Bezug haben, wie auch über die Erkundigungen, die er wegen der Vornamen, des Geſchlechtsnamens, des Alters, des Gewerbes, des Geburts⸗ und Wohnortes des Verſtorbenen einziehen konnte, ein Protokoll wird aufgenommen haben.

Xrt 22. Der Polizeibeamte iſt verbunden, an den Beamten des Perſonenſtandes des Ortes, wo die Perſon verſtorben iſt, ſogleich alle Nachrichten einzuſenden, die in ſeinem Protokoll enthalten ſind, nach denen

ſodann die Sterbeurkunde abzufaſſen iſt.

Eine Ausfertigung hiervon ſoll der Beamte des Perſonenſtandes demjenigen zuſenden, welcher am Wohnorte des Verſtorbenen dasſelbe Amt bekleidet, ſofern der Wohnort bekannt iſt; dieſe Ausfertigung wird in die

Regiſter eingetragen. Art. 83. Les greffiers criminels seront tenus d'envoyer, dans les vingt- quatre heures de l'exécution des juge- mens portant peine de mort, à l'oftcier de l'état civil du lieu ou le condamné aura été esécuté, tous les renseigne- mens énoncés en l'article 79, d'apreès lesquels l'acte de décés sera rõdigé. Art. 84. Fn cas de décès dans les pri- sons ou maisons de reclusion et de détention, il en sera donné avis sur-le-champ, par les concierges ou gardiens, à lofficier de Fétat civil, qui s'y

transportera, comme il est dit en larticle 80, et rédigera l'acte de déceès.

i iſt durch das Perſonenſtandsgeſetz vom 6. Februar 1875 (XII)

Art. 83. Die Criminalgerichtsſecretarien find gehalten, in den erſten vierundzwanzig Stunden nach der Vollſtreckung der Todes⸗ urtheile, dem Beamten des Perſonenſtandes an dem Orte, wo der Verurtheilte hingerichtet worden iſt, alle im Artikel 79 angegebenen Nachrichten zuzuſenden, denen zufolge alsdann die Sterbeurkunde aufgenommen wird.

Art. 84. Stirbt jemand in einem Gefäng⸗ niſſe, Zucht⸗ oder Arbeitshauſe, ſo haben die Aufſeher oder Gefangenwärter den Beamten des Perſonenſtandes ſogleich hiervon zu benachrichtigen, welcher hierauf, nach Vorſchrift des Artikels 80, ſich dahin verfügen und die Sterbeurkunde aufnehmen muß.

aufgehoben und der erſte Abſatz insbeſondere durch § 58, 20 daſelbſt erſetzt. Cfr. Regle⸗ ment für die Gefängniſſe der Juſtizverwaltung vom 16. März 1881 (JMB. S. 50) § 84. Dieſelbe Vorſchrift iſt im Falle einer im Gefängniſſe geſchehenden Hinrichtung zu beobachten.

Der Gefängniß⸗Vorſtand iſt zur Anzeige verpfl

ichtet. Vgl. auch Art. 83. Daß der die

Vollſtreckung leitende Staatsanwalt als eine aus eigener Wiſſenſchaft von dem Sterbefalle

unterrichtete Perſon zu der Anzeige befugt §§ 19 a. a. O.

Auſg. u er durch StPO.

ſei, kann ebenfalls nicht zweifelhaft ſein.

§ 157.

rt 82. 8 58 Ahſ. 2, 59 des Geſ. v. 6. Febr. 1875 (XIh.

Art. 83. Hierzu vgl. Allg. Verfügung vom 19. Juli 1876 (JMöB. S. 141); vgl. ferner Geſetz vom 6. Febr. 1875 § 74* StPO. § 486. Hinſichtlich des Staatsanwakts vgl. Anm. zu Art. 80. Findet die Hinrichtung im Gefängniſſe ſtatt, ſo iſt ſowohl der Gefängnißvorſtand wie der bei der Hinrichtung fungirende Gerichtsſchreiber anzeigepflichtig.

Art. 84. Der Artikel fällt mit Art. 80 C. C.; vgl. Anmerkung zu dieſer

Geſetzesſtelle.

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